Weihnachtsgeschäft beschert Einzelhandel vermutlich mit Umsatzzuwachs

  • Quelle Infografik: HDE-Handelsverband Deutschland
Stuttgart - Die Konsumlaune der Deutschen könnte für einen guten Start ins Weihnachtsgeschäft sorgen. Die Einzelhändler im Südwesten rechnen damit, dass die Kassen in diesem Jahr klingeln werden.

Um 1,2 Prozent werden die Umsätze im November und Dezember vermutlich ansteigen, teilt der Handelsverband Baden-Württemberg mit. Im Vorjahr wurden 84,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Baden-Württemberg erreichte einen Umsatz von etwa 13 Milliarden Euro. Für das Weihnachtsgeschäft 2014 prognostiziert der HDE einen Umsatz in Höhe von insgesamt rund 85 Milliarden. Im Online-Handel soll der Umsatz im November und Dezember auf 10 Milliarden Euro klettern. Das würde gut einem Viertel des gesamten Jahresumsatzes im Online-Geschäft entsprechen. Gegenüber dem Vorjahr wäre das ein Plus von 1,5 Milliarden Euro. Noch vor dem Weihnachtsgeschäft wird der Black Friday am 28. November den Online-Handel kräftig ankurbeln. Dieser Aktionstag ist besonders bei Technik- und Modeshoppern beliebt. Zusammen mit dem Cyber Monday am 1. Dezember könnte der Black Friday laut einer internationalen Studie einen Umsatzzuschlag von mehr als 15 Prozent mit sich bringen.

Trotz der Online-Konkurrenz ist der Weihnachtsbummel in der Innenstadt weiterhin angesagt. Nach der Weihnachtsumfrage 2014 des ifes Instituts für Empirie & Statistik an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management (Details in der PDF) nehmen das Einkaufszentrum oder das Fachgeschäft in der Stadt noch immer den höheren Stellenwert bei den deutschen Käufern ein. Zu den drei Geschenken, die zu Weihnachten "gerne verschenkt werden", zählen laut der FOM-Weihnachtsumfrage Geschenkgutscheine, Bücher/ Schreibwaren und Kosmetik/ Körperpflege. Als die fünf wichtigsten Kriterien beim Einkauf von Weihnachtsgeschenken werden folgende Faktoren aufgeführt:


• Qualität
• Funktionalität
• Umtauschmöglichkeiten
• Service
• Kompetente Beratung durch das Verkaufspersonal


Der größte Ansturm in den Läden dürfte in den ersten zwei Dezemberwochen stattfinden, denn vom 1. bis 15. Dezember legen der Befragung zufolge die Mehrheit der Deutschen (37,5 %) mit dem größten Teil der Weihnachtseinkäufe los. Danach lässt der Weihnachtskaufreich zwar bereits nach, vom 6. bis 22. Dezember erledigen aber immerhin noch 25,1 % der deutschen Käufer ihre Einkäufe für das Fest. Da der Wettbewerb in der Vorweihnachtszeit am größten ist, sind in diesem Zeitraum auch die meisten Schnäppchen zu machen. Vor allem im Elektronik-Segment wird im Adventsgeschäft an der Preisschraube gedreht.

© Gmünder Tagespost 02.12.2014 14:57
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