Fürsorgepflicht gilt für alle Mitarbeiter

Zu Personalsituation und -ausstattung im Landratsamt:
Mit großem Erstaunen und Verwunderung habe ich den Pressebericht über die Haushaltsberatung des Bildungs- und Finanzausschusseses gelesen.
Da trägt der Personalratsvorsitzende des Landkreises Hermann Pertsch wie es auch seine Pflicht und Aufgabe ist, die akuten Sorgen der Landkreis-Mitarbeiterschaft dem Ausschuss vor und sagte: „dass in manchen Bereichen immense Arbeitsverdichtung - Zeitdruck und die Belastbarkeit die Oberkante der Schmerzgrenze seit langem erreicht wäre“.
Ja, Zeitmangel, Leistungsdruck und in nicht wenigen Abteilungen seien Überstunden fast schon zur Selbstverständlichkeit geworden und könne nicht mehr wegdiskutiert werden. Diese angespannte Personalsituation bestätigte vor eineinhalb Jahren bereits auch Landrat Klaus Pavel, der sagte: „ . . . dass in manchen Bereichen tatsächlich die Arbeitsverdichtung unerträglich und sehr traurig sei“.
Wenn zudem von 37 nicht besetzten Personalstellen die Rede ist, dann wird der Hilfeschrei des Personalratsvorsitzenden Pertsch umso verständlicher. Vor diesem Hintergrund ist es daher völlig unverständlich und auch im Interesse der betroffenen Mitarbeiter nicht akzeptierbar und schon gar nicht nachvollziehbar, wie es die CDU und Freie Wähler signalisierten, man würde es dem Landrat alleine überlassen ob er mehr oder weniger Personal brauche. Nein und nochmal nein, den Hilfeschrei sollen auch die Kreistagsmitglieder ernst nehmen, weil man zum einen seine Fürsorgepflicht gerade gegenüber dem Personal nicht einfach an der Landkreispforte abgeben kann und zum anderen die Mitbestimmungsrechte der Mitarbeitervertretung nicht aushebeln darf. Fürsorgepflicht obliegt daher dem gesamten Kreistag, deshalb ist Handeln mehr als angesagt.  Karl Maier, Aalen-Unterkochen
© Gmünder Tagespost 10.12.2014 18:47
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