Hier schreibt der KC Schwabsberg 1953 e.V.

Deftige Hausmannskost anstelle eines Galadinners

  • LiBi efa: Mathias Dirnberger erwies sich im Heimspiel gegen den FEB Amberg erneut als sichere Bank und punktete mit hervorragenden 621 Kegeln erfolgreich für die Ostwürttemberger.

Kegeln, 1. Bundesliga Männer:

Ambergs Jürgen Zeitler mit 645 Kegeln der Spieler des Tages

Schwabsbergs Kegler setzten sich im Heimspiel gegen den unmittelbaren Verfolger SKK-FEB Amberg zwar durch, servierten dabei aber anstelle des erwarteten Galadinners diesmal eine eher etwas deftig anmutende Hausmannskost. Nicht dass sich beim 5 : 3 (3594 : 3536 Kegel) gegen die Oberpfälzer der eine oder andere eine schöpferische Pause gegönnt hätte. Ganz im Gegenteil. Dennoch musste sich das zwischenzeitlich verwöhnte Schwabsberger Publikum dieses Mal mit einem Ergebnis knapp jenseits der 3600’er Marke begnügen. Ein Ergebnis, das zu einem Gutteil sicherlich den derzeit schwierigen Bahnbedingungen geschuldet war. Einzig und allein der Amberger Jürgen Zeitler erwies sich in der Begegnung als der „Bahnenversteher“ schlechthin. Mit seinem absolut unspektakulären aber durch und durch effizienten Spiel erzielte er herausragende 645 Kegel und avancierte so zum Spieler des Tages. Eine durch und durch überzeugende Leistung boten auf Seiten der Hausherren Mathias Dirnberger und Ronald Endraß. Bereits seit Wochen auf hohem Niveau spielend, steuerte Dirnberger hervorragende 621 Kegel zum Schwabsberger Erfolg bei. Mit 618 Kegeln stand ihm sein Mannschaftskollege da nur wenig nach.

Dass die Begegnung gegen den FEB Amberg kein Spaziergang wird, war allen Beteiligten von vornherein klar. Auch wenn es dem Spitzenspiel diesmal ein bisschen am spielerischen Glanz fehlte, spannend war es allemal. Und am Ende setzten sich die Gastgeber auf gewohntem Terrain dann doch durch, allerdings etwas knapper als es die Meisten erwartet hatten.
Die Leistungen der Hausherren waren diesmal zu unterschiedlich, um an die guten Auftritte der vergangenen Wochen und Monate anknüpfen zu können. Solche Spiele gibt es immer wieder. Auch Schwabsbergs Kegler bleiben davon nicht verschont. Und auch solche Spiele müssen erst einmal gewonnen werden. Ein Arbeitssieg eben, dazu ein überaus wichtiger und zwei Punkte, die in der aktuellen Phase der Saison Gold wert sind.

Ein ausgewogener Auftakt
Amberg musste in der Partie auf Rainer Sattich verzichten und brachte dafür in der Startpaarung neben Jürgen Zeitler Neuzugang Bernd Klein. Der Ex-Fürther hatte am vergangenen Wochenende gegen Staffelstein ein ganz starkes Spiel abgeliefert.
Schwabsbergs Kapitän Reiner Buschow hielt sich mit 604 Kegeln wacker gegen Weltklassemann Jürgen Zeitler, bekam den aber nicht in den Griff. Vor allem im Räumen bestach Zeitler, der ansonsten völlig unspektakulär agierte, durch hohe Präzision. Dank seines erfolgreich praktizierten Zweierräumens (Anwurf/Räumwurf) konnte er sich Bahn für Bahn scheibchenweise von dem Schwabsberger absetzen. Mit 645 Kegeln (Tagesbestleistung) bewies der Ranglistendritte der Liga auch diesmal wieder seine Extraklasse.
Mathias Dirnberger zeigte sich gegen Bernd Klein von Beginn an oben auf. Den ersten Satz entschied er, lange in Rückstand liegend, erst dank eines famosen Schlussspurts noch mit 156 : 155 Kegeln denkbar knapp zu seinen Gunsten. Da er auch in den beiden Folgesätzen nichts mehr anbrennen ließ, stand sein Punktgewinn bereits vorzeitig fest. Mit 621 : 583 Kegeln lieferte er erneut eine ganz starke Leistung gegen den keineswegs enttäuschenden Amberger ab.
Zwischenstand erstes Spieldrittel:
1 : 1 Mannschaftspunkte bei 1225 : 1228 Kegeln für den SKK-FEB Amberg.

Ein überraschender Punktverlust
Mit einer feinen Leistung bestach Ronald Endraß gegen den Amberger Daniel Wutz.
Es scheint, der Schwabsberger nimmt gerade rechtzeitig für die entscheidende Phase der Saison wieder so richtig Fahrt auf. Zuhause gewohnt zuverlässig machte er seinen Punkt mit hervorragenden 618 : 563 Kegeln und 4 : 0 Gewinnsätzen. Eine Leistung, die sich sehen lassen kann.
Seinem Doppelpartner Timo Hehl dagegen war erstmals in der laufenden Saison die Doppelbelastung Studium und Bundesliga anzumerken. Nach starkem Beginn verlor er etwas seine spielerische Linie. Da vieles Stückwerk blieb musste er am Ende, durchaus etwas überraschend, seinem Amberger Kontrahenten, Matthias Hüttner, der mit starken Zwischenspurts dafür sorgte, dass er nie den unmittelbaren Kontakt zu dem kleinen Schwabsberger verlor, bei Satzgleichstand mit 575 : 576 Kegeln einen hart umkämpften Punkt überlassen.
Zwischenstand zweites Spieldrittel:
2 : 2 Mannschaftspunkte bei 2418 : 2367 Kegeln für den KC Schwabsberg.

Ein versöhnlicher Abschluss
Keineswegs mit der eigentlich gewohnten Souveränität agierten im Schlussdrittel Fabian Seitz und Damir Cekovic gegen Daniel Beier und Andreas Schwaiger. Nach Satzverlusten zum Auftakt machten die beiden Schwabsberger den verlorenen Boden jedoch rasch wieder gut, so dass zumindest dem Schwabsberger Anhang eine Zitterpartie erspart blieb.
Fabian Seitz mühte sich zwar redlich, fand aber nicht zu seinem gewohnt souveränen Spiel. Trotz ordentlicher 584 Kegeln, wurde er jedoch seinem Anspruch diesmal nicht gerecht und musste dem Amberger Daniel Beier, der mit 607 Kegeln ein ganz starkes Spiel ablieferte, den Zähler überlassen.
Auch Damir Cekovic blieb mit 592 Kegeln unter seinen spielerischen Möglichkeiten. Seinen Punkt machte er mit 3 : 1 Satzpunkten gegen Andreas Schwaiger, der auf 562 Kegel kam, aber sicher.
Endstand: 5 : 3 Gesamtpunkte bei 3596 : 3536 Kegeln für den KC Schwabsberg.

Stimmen zum Spiel – Ronald Endraß:
„Ich freue mich natürlich riesig über meine gute Leistung. Insgesamt denke ich haben wir ein recht ordentliches Spiel abgeliefert, auch wenn wir dieses Mal die 3600’er Marke knapp verfehlt haben. Damit können wir leben, zumal die Bahnen im Moment ihre Tücken haben und nicht so einfach in den Griff zu bekommen sind. Wir sind weiter auf Kurs und das allein zählt in dieser Phase der Saison.
Man muss Spiel und Ergebnis einfach auf das Wesentliche reduzieren. Dann haben wir heute eine ganz wichtige Pflichtaufgabe erfolgreich abgehakt, auch wenn der eine oder andere nicht so präsent war wie wir es ansonsten gewohnt sind.“

 

Blickpunkt Bundesliga – 13. Spieltag

SKV RW Zerbst 1999 - EKC Lonsee 8,0 : 0,0
TSV 90 Zwickau - Donauperle Straubing 2,0 : 6,0
SKC Nibelungen Lorsch - SKC Blau Weiß Peiting 5,0 : 3,0
SKC Staffelstein - SKC Victoria Bamberg 3,0 : 5,0
KC Schwabsberg - SKK-FEB Amberg 5,0 : 3,0

1 SKV RW Zerbst 1999 14 93,0 : 19,0 26 : 2
2 KC Schwabsberg 13 66,0 : 38,0 20 : 6
3 SKC Victoria Bamberg 13 65,0 : 39,0 17 : 9
4 SKC Nibelungen Lorsch 13 61,0 : 43,0 17 : 9
5 SKK-FEB Amberg 13 59,0 : 45,0 16 : 10
6 SKC Staffelstein 13 58,0 : 46,0 15 : 11
7 Donauperle Straubing 13 44,0 : 60,0 10 : 16
8 TSV 90 Zwickau 14 41,0 : 71,0 7 : 21
9 SKC Blau Weiß Peiting 15 36,0 : 84,0 6 : 24
10 EKC Lonsee 13 13,0 : 91,0 0 : 26

KC Schwabsberg 5 : 3 SKK-FEB Amberg
Name Kegel SP MaP MaP SP Kegel Name
Reiner Buschow 604 0 1,0 4 645 Jürgen Zeitler
Mathias Dirnberger 621 3 1,0 1 583 Bernd Klein
Ronald Endraß 618 4 1,0 0 563 Daniel Wutz
Timo Hehl 575 2 1,0 2 576 Matthias Hüttner
Fabian Seitz 584 2 1,0 2 607 Daniel Beier
Damir Cekovic 592 3 1,0 1 562 Andreas Schwaiger
3594 14,0 2,0 10,0 3536

© KC Schwabsberg 1953 e.V. 04.02.2015 10:52
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