VALENTINSTAG TAG DER VERLIEBTEN UND LIEBENDEN

Zeichen der Verbundenheit und Zuneigung

Kleine Gaben am 14. Februar für das große Glück in der Liebe
  • Am Anfang war das Gedenken an den Märtyrer Valentin – heute ist der 14. Februar der Tag der Verliebten und Liebenden. Fotos: flickr/manuel
Am 14. Februar wird in vielen Ländern der Valentinstag gefeiert. Er gilt als Tag der Verliebten und Liebenden und ist mit unterschiedlichen Bräuchen verbunden. In Amerika nutzen viele Menschen den Tag, um einer Person, zumeist per Grußkarte, ihre Liebe zu offenbaren. Ehefrauen erhalten von ihren Männern häufig Blumen. Oftmals beschenken sich auch Freunde oder Familienmitglieder als Zeichen der Verbundenheit und Zuneigung.Geschenke unter Verliebten zum Valentinstag sind heute auch bei uns Teil einer Tradition.
Die weit verbreitete Annahme, der heilige Valentin von Terni sei Namensgeber und Urheber des Valentinstags am 14. Februar und dessen Brauchtum könne, so eine Pressemitteilung des Bistums Augsburg, nicht sicher nachgewiesen werden. Jedenfalls nicht seit der Reform des römischen Generalkalenders im Jahre 1970 und der anschließenden Reform des Regionalkalenders für das deutsche Sprachgebiet 1972.
Valentin gilt als Patron der Jugend, der Verlobten, Reisenden, Imker, für eine gute Heirat und gegen die Pest.
Der Legende nach soll Valentin von Terni im dritten Jahrhundert nach Christus als Bischof leidenschaftlich das Evangelium verkündet haben, junge Männer vom Frieden überzeugt haben, um sie vom Kriegsdienst abzuhalten.
Überdies habe er willige Paare, unter ihnen Soldaten, nach christlichem Zeremoniell getraut – trotz eines Befehls des Kaisers Claudius II. (268 bis 270), wonach Soldaten unverheiratet bleiben mussten.
Valentin soll außerdem den frisch Vermählten und Menschen, die vorbeikamen, Blumensträuße aus seinem Klostergarten geschenkt haben. Der Kaiser sei jedoch so verärgert gewesen über die Missachtung seines Befehls, dass Valentin des Hochverrats angeklagt und am 14. Februar im Jahr 269 n.Chr. enthauptet wurde.
Der Valentinstag ist in der Stadtpfarrkirche St. Michael im bayerischen Krumbach bei Günzburg ein ganz besonderer Tag. Denn hier ruht der heilige Valentin. In einem Glasschrein auf einer purpurroten Matratze liegt die Reliquie in prächtig bestickten Gewändern.
Ehen, die der heilige Valentin getraut und christlich gesegnet hat, sollen der Sage nach unter einem besonderen Stern gestanden haben. Und das lockt bis heute die Pilger nach Krumbach.
Aber, ob es wirklich der Valentin aus Terni ist, der in Krumbach liegt, war viele Jahre lang unsicher. Mittlerweile geht man in Krumbach davon aus, dass nicht der berühmte Valentin, sondern ein anderer heiliger Valentin in der Kirche liegt. Jedoch soll auch dieser für seinen Glauben sein Leben geopfert haben und gilt als christlicher Märtyrer. Dokumente aus dem Pfarrarchiv belegen, dass die Reliquie erst um 1735 nach Krumbach gebracht wurde.
Welcher Heilige nun in Krumbach liegt, ist den Liebenden allerdings völlig egal.
Bis heute hoffen die Pilger, dass auch der heilige Valentin in Krumbach ihrer Liebe Glück bringt.
© Gmünder Tagespost 10.02.2015 17:03
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