KFZ-WERKSTÄTTEN: DIE SPEZIALISTEN RUND UMS AUTO

Expertenwissen ist gefragt

Zwischen Hightech und klassischer Technik bewegen sich die Aufgaben
  • Ob es um die komplexe Technik bei modernen Fahrzeugen geht oder um das traditionelle Handwerk – in einer guten Werkstatt kennen sich die Experten aus.
Im Schnitt fährt jeder Autofahrer ein- bis zweimal im Jahr in die Werkstatt. Rund sieben Millionen Gebrauchte wechseln jedes Jahr den Besitzer. Da es hier um die eigene Sicherheit, die der Mitfahrer und anderer Verkehrsteilnehmer geht, sind Spezialisten gefragt.Moderne Fahrzeuge enthalten neben mechanischen Bauteilen immer mehr Elektronik. Mehr als 30 Prozent der Herstellungskosten werden dafür verwandt. Die komplexe Technik mit rund 50 vernetzten Systemen pro Fahrzeug erfordert eine hohe IT-Qualifikation. Der Kfz-Mechatroniker ist zu 60 Prozent ein IT-Beruf. Gleichzeitig erfordern immer neue Werkstoffe, neue Reparaturkonzepte und -methoden einen weiteren Spezialisten, den „Mechatroniker für Karosserietechnik“.
Instandsetzen statt Tauschen ist heute bei modernen und komplexen Karosserien oft die schnellere, bessere und fachgerechtere Lösung.
Noch immer erledigen viele Autofahrer Reparatur- und Wartungsarbeiten in Eigenregie. Das Verständnis für Eigenarbeit aus Sparsamkeit endet spätestens dann, wenn Do-it-yourself zum Sicherheits- und Umweltrisiko wird. Weder Schwarzarbeit noch „Hinterhofwerkstätten“ sind heute in der Lage, hochkomplexe Elektroniksysteme moderner Autos zu prüfen und zu warten.

Tradition und Fortschritt
Gerade das Kfz-Handwerk verbindet Tradition und Fortschritt. Automobile Klassiker lassen das Herz der Auto-Liebhaber höher schlagen. In diesem Metier gelten alte Meister als Synonym für Erfahrung, die unerlässlich ist, wenn es um die Pflege und Reparatur eines klassischen Autos geht – und sie geben ihr Wissen weiter. Den kompetenten Partner für das technische Kulturgut Oldtimer finden Autofahrer im anerkannten „Fachbetrieb für historische Fahrzeuge“. Dieser verpflichtet sich, vorgegebene Standards bei der Wartung und Instandsetzung der Auto-Legenden zu erfüllen. Vergeben und überprüft wird dieser Titel von der Kfz-Innung.

Im Umweltschutz ganz vorn
Auch in Fragen des Umweltschutzes spielen die Innungsbetriebe in der ersten Liga. Kfz-Werkstätten bieten ihren Kunden die verschiedensten Leistungen an: Von der Lackierung und Autowäsche bis zur Reparatur. Und so unterschiedlich wie die Leistungen, sind auch die Arbeitsabläufe und die Abfälle, die in den Betrieben entstehen. Die Innungsbetriebe sind durch entsprechende Qualifizierung Profis in der umweltgerechten Entsorgung, Verwertung und gar Vermeidung von Sonderabfällen.
Im täglichen Kundenkontakt unternehmen sie nahezu alles, die Kompromisse zwischen Umweltschutz und individueller Mobilität aufzuzeigen. Das „neue neue Auto“ oder das „neue gebrauchte Auto“ und ihre vielfältigen Leistungen schaffen die Voraussetzung, dass Autofahren und Umwelt keine Gegensätze sind. Vielmehr helfen effiziente und zeitnahe Angebote aus dem automobilen Service bei der weiteren Umweltentlastung. Beispiele dafür sind die Nachrüstung mit Rußfiltern, alternative Antriebe und regelmäßige technische Überwachungen wie die Abgasuntersuchung.
© Gmünder Tagespost 20.02.2015 13:56
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