Waldstettens Bürgermedaille für Carina Vogt

Bürger der Stuifengemeinde bereiten ihrer Doppelweltmeisterin einen großen Empfang – Spende für den SC Degenfeld
  • Waldstettens Bürgermeister Michael Rembold (r.) überreicht dem SC Degenfeld beim Empfang für Doppelweltmeisterin Carina Vogt eine Spende in Höhe von 1000 Euro. Dafür sagen Franz Ziegler (2.v.l.) und Thomas Aubele (l.) Dank. Zu dem Empfang in der Stuifenhalle waren mehr als 1000 Waldstetter gekommen. (Fotos: Tom)
  • Carina Vogts Autogramme sind begehrt.
  • Waldstettens Schultes Michael Rembold ist stolz auf die echte „Wäschgölt“ Carina Vogt.
  • Volle Halle: Mehr als 1000 Waldstetter bejubeln Carina Vogt.
Waldstetten hat Olympiasiegerin und Doppelweltmeisterin Carina Vogt einen großen Empfang bereitet. Die Weltklassesportlerin wird die zweite Waldstetterin sein, die die Bürgermedaille erhält. Mit dieser Entscheidung des Gemeinderates überraschte Bürgermeister Michael Rembold die Ausnahmesportlerin.Waldstetten. Sie ist Olympiasiegerin. Sie ist Doppelweltmeisterin. Und sie ist, und das zählt für die Waldstetter viel, eine richtige „Wäschgölt“. „Das sind Deine echten Fans“, sagt ihr deshalb Schultes Rembold und zeigt auf die mehr als 1000 Waldstetter, die an diesem Freitag in die Stuifenhalle gekommen sind. Diese hätten mitgefiebert, sie seien stolz auf die „weltbeste Damenskispringerin“ und „lebende Legende“, lobt der Bürgermeister das „junge Mädel“, das trotz des Erfolgs so bescheiden, bodenständig und heimatverbunden geblieben sei.
Dass Carina Vogt Waldstettens Bürgermedaille erhält, ist eine ganz besondere Auszeichnung. Diese darf höchstens zehn Mal vergeben werden, und Carina Vogt wird – nach Dr. Gerhard Völcker – die zweite Waldstetterin sein, die diese Medaille erhält. Klar, dass der Heimatdichter Rembold es sich nicht nehmen lässt, „ein Gedichtle aus em Hosasäckle zu zieha“. In diesem streift er durch Carina Vogts Erfolge, begrüßt Mutter Iris Vogt und freut sich, dass auch Opa Franz Vogt mit seiner Partnerin Monika Winter beim Empfang dabei sind. Für Carina Vogt gibt’s viel Musik: vom Spielmannszug der Waldstetter Feuerwehr und von Manfred Fischer und Michael Pitzal von der Waldstetter Musikschule. Blumen, von jedem Kind eine, erhält die Doppelweltmeisterin von den Kleinen des Kindergartens St. Barbara. Dessen Leiterin Ursula Schulze und ihre frühere Erzieherin Gudrun Blum sind mit den Kindern zum Empfang gekommen. Stolz seien sie, sagt Schulze, dass sie ein solches Kindergartenkind gehabt hätten.
Grüße und einen Scheck über 1000 Euro schickt der Waldstetter Schultes in die „Perle“ unter Gmünds Stadtteilen, nach Degenfeld. Damit unterstützen die Waldstetter den Skiclub. Und sind sich des Degenfelder Danks gewiss. Denn „nur durch solche Unterstützung ist unsere Arbeit möglich“, sagt Frank Ziegler, Vorsitzender vom SC Degenfeld.
„Danke, dass so viele gekommen sind“, sagt Carina Vogt schließlich selbst. Dies zeige ihr, dass ihre Heimatgemeinde hinter ihr stehe, ergänzt sie, bevor sie ein bisschen aus ihrem Skispringerinnenleben erzählt.
Dass Skispringen schon eine Risikosportart sei. Dass sie auf der Schanze nicht nach hinten, sondern immer nach vorne schaue. Und dass sich sich dennoch im Großen und Ganzen auf jeden Sprung freue. Und sie wirft einen Blick in die Zukunft. Im September 2015 wird sie ihre Ausbildung als Polizistin abschließen. Dann wolle sie noch eine Zeit lang Spitzensport machen.
Ein Ziel dabei: Dass Frauen nicht nur Skispringen, sondern auch Skifliegen dürfen. Sagt Vogt und ergänzt: „Davor höre ich nicht auf.“
© Gmünder Tagespost 03.03.2015 19:10
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