Sicher in die Motorradsaison 2015

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Anfang März war es wieder soweit: Die Motorradsaison 2015 hat offiziell begonnen. Damit die ersten Ausfahren sicher und ohne technische Probleme ablaufen, lohnt sich eine gute Vorbereitung.

Sicherheit geht vor

Nach dem langen Winter locken die ersten warmen Tage Scharen von Motorradfahrern auf die Straßen. Endlich ist es wieder Zeit für ausgedehnte Touren über kurvenreiche Landstraßen - doch zuerst muss die Vorbereitung stimmen. Als erstes kommt die Batterie ans Ladegerät - sie hat sich während der langen Ruhepause garantiert entladen - und danach steht ein gründlicher Sicherheitscheck bei der Maschine an. Wer über den Winter nichts an seinem Motorrad gewartet hat, prüft zu Saisonbeginn:

● Reifen und Reifenprofil
● Öl, Kühlmittel und Bremsflüssigkeit
● Lichtanlage
● Funktion und Zustand der Bremsen
● Spannung und Fettversorgung der Antriebskette

Sind die Reifen zu stark abgefahren oder porös, ist es jetzt Zeit für neue, ebenso ab einem Alter von sechs Jahren. Etwa jedes zweite Jahr sollten zudem die Bremsflüssigkeit und das Motoröl ausgewechselt werden - am besten bringt man die Maschine dafür zum Kundendienst und lässt sie professionell überprüfen.

Aufwärmen vor der ersten großen Fahrt

Anders als ein Auto hat ein Motorrad keine Knautschzone, die bei einem Zusammenstoß den Aufprall für die Insassen mildern könnte. Deshalb kommt es bei Verkehrsunfällen mit dem Motorrad häufiger zu lebensbedrohlichen Situationen. Besonders zu Beginn der Saison ist daher erhöhte Vorsicht geboten: Motorradfahrer müssen sich nach der langen Auszeit erst einmal wieder gemächlich aufwärmen, Autofahrer müssen sich wieder auf die große Anzahl an Bikern einstellen. Am besten legt man vor der ersten richtigen Tour einige kurze Übungsfahrten ein und lässt es die ersten hundert Kilometer langsam angehen, um sich wieder mit der Maschine vertraut zu machen und das Gespür fürs Fahren zurückzubekommen. Ist man längere Zeit nicht mit dem Motorrad gefahren, lohnt sich eventuell sogar ein Sicherheitstraining, bei dem alle Feinheiten wieder aufgefrischt werden.

Richtig versichert

Bei der Versicherung hat man die Wahl aus einer ganzjährigen Anmeldung und einer Saisonzulassung. Wer nur in den warmen Monaten fahren möchte, liegt mit der eingeschränkten Zulassung deutlich günstiger. Zudem hat man, wie auch beim Auto, verschiedene Leistungsstufen zur Auswahl. Am günstigsten ist die reine Haftpflichtversicherung, da sie nur für die Schäden Dritter aufkommt. Bei der Teilkaskoversicherung sind mitunter Schäden durch Unwetter und Diebstahl mit inbegriffen, die Vollkaskoversicherung erstreckt sich auch auf selbst verschuldete Schäden und Vandalismus. Die Konditionen der aktuellen Versicherung regelmäßig zu überprüfen, lohnt sich aus finanzieller Sicht fast immer. Schon nach einem Jahr kann ein einst gutes Angebot von der Konkurrenz in den Schatten gestellt worden sein. Ein Paar Versicherungen übernehmen sogar Schäden an der Motorradkleidung. Schon einfache Schutzkleidung hat ihren Preis, und wer in eine hochwertigere Ausrüstung investiert hat, wird sich über diesen zusätzlichen Service freuen - weitere Informationen gibt es hier.

Gut ausgerüstet

Eine gute und vollständige Schutzkleidung und festes Schuhwerk ist für Motorradfahrer Pflicht. Zwar schreibt das Gesetz lediglich vor, dass während der Fahrt ein geeigneter Schutzhelm getragen werden muss, doch allein schon im Interesse der eigenen Sicherheit sollte es nicht bei diesem Mindestmaß bleiben. Eine gute Motorradkombi aus Leder hilft effektiv dabei, Verletzungen vorzubeugen oder erheblich abzuschwächen und hält auch bei starkem Regen dicht, ist allerdings schwer und kann umständlich anzuziehen sein. Eine Ausrüstung aus Textil ist leichter, schützt aber im Vergleich etwas schlechter - für gemütliche Ausflüge ist das völlig ausreichend, bei sportlichen Ausfahrten ist die Lederkombination besser geeignet.

Zu Saisonbeginn sollte man unbedingt auch das Visier am Motorradhelm überprüfen: Wenn es bereits sichtlich verkratzt ist, muss es ausgetauscht werden. Ebenso ist ein Ersatz fällig, wenn die Anti-Beschlag-Beschichtung nicht mehr ordentlich funktioniert. Da generell bei schönem Wetter mehr Unfälle passieren, lohnt sich für Fahrten an sonnigen Tagen außerdem ein getöntes Visier. Wie eine Sonnenbrille hilft es dabei, auch bei grellem Licht noch einen guten Überblick zu bewahren. Hier gibt es einerseits komplett getönte Varianten und andererseits Zusatzvisiere, die bei Bedarf vor den regulären Schutz geschoben werden können.

© Gmünder Tagespost 18.05.2015 09:48
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