Gesundheit durch Technik

Digitale und elektronische Gesundheitshelfer liegen weiter im Trend.
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Gerade bei den jungen Bundesbürgern sind Gesundheitshelfer auf mobilen Endgeräten schwer angesagt. Die Hälfte der Deutschen zwischen 14 und 34 Jahren sieht in der Datensammlung über Applikationen, Smartwatches oder Aktivitätstracker Vorteile für die eigene Körpergesundheit. Und auch andere technische Hilfsmittel kommen für eine gesündere Lebensweise zum Einsatz.

Der Fortschritt macht sich auf dem Gesundheitssektor besonders stark bemerkbar. Gemeint sind damit aber nicht allein neue Medikamente, Behandlungsmethoden und Früherkennungsmaßnahmen, sondern vor allem technische Hilfsmittel, die wir im Alltag benutzen. Damit können ganz unterschiedliche Dinge gemeint sein – zum Beispiel Geräte, die Vitalwerte anzeigen und gesundheitlich bedenkliche Situationen sofort erkennen. Aber auch technische Hilfsmittel zur Rauchentwöhnung erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit. Zwar sind die sogenannten E-Zigaretten, die man zum Beispiel bei MrSmoke findet, aus gesundheitlicher Sicht nicht ganz und gar unbedenklich, doch im Vergleich zu den herkömmlichen Rauchwaren überwiegen die Vorteile ganz klar. Die größten Trends passieren momentan selbstverständlich auf dem Sektor des mobilen Internets und den Applikationen für Smartphones und Tablets.

 Schrittzähler, Pulsmesser, Sportarmbänder und sonstige Hilfsmittel können dank praktischer Apps durch das mobile Endgerät ersetzt werden. Dazu passend hat das Meinungsinstitut YouGov jüngst eine sehr interessante Umfrage präsentiert. Demnach hätte rund ein Drittel der Deutschen prinzipiell nichts dagegen, seine persönlichen Gesundheits- und Fitnessdaten aus Smartphone-Apps, Fitness-Trackern oder anderen Messgeräten an Institutionen wie die eigene Krankenversicherung weiterzuleiten. Allerdings müssten sich dann auch für den Versicherungsnehmer finanzielle Vorteile ergeben. Zudem gilt es auszuschließen, dass all jene Versicherten, deren Gesundheit (beziehungsweise Fitness) den erhobenen Daten zufolge zu wünschen übrig lässt, mit signifikanten Tariferhöhungen konfrontiert werden. Generell sehen Verbraucher- und Datenschützer den allzu sorglosen Umgang mit den persönlichen, diffizilen Daten eher kritisch.

Junge Deutsche geben Gesundheitsdaten bereitwilliger heraus

Trotzdem: den gesundheitlichen Nutzen der praktischen Apps kann eigentlich niemand bestreiten. Selbst den eigenen Schlafrhythmus kann man mittlerweile ganz leicht mit dem Smartphone überwachen. Doch wer nutzt all diese Funktionen und Features eigentlich? Obwohl die Hemmschwelle, persönliche Daten nach außen hin freizugeben, auch den Bundesbürgern über 40 mittlerweile deutlich gesunken ist, sind es noch immer in erster Linie recht junge Menschen, die solche Applikationen auf ihren Geräten installieren. Sie haben sich scheinbar daran gewöhnt, private Daten freizugeben, wenn es darum geht, bestimmte Dienste im World Wide Web zu nutzen. 50 Prozent der Bundesbürger zwischen 14 und 34 Jahren finden das Sammeln von Körper- und Fitnessdaten über Apps, Smartwatches oder Aktivitätstracker sogar gut. Außerdem nutzen die jungen Anwender wesentlich häufiger sogenannte Fitness-Apps, mit denen man sportliche Leistungen festhalten und mit denen der anderen Nutzer vergleichen kann. Viele dieser Anwendungen gleichen sportbezogenen sozialen Netzwerken.

© Gmünder Tagespost 18.06.2015 15:41
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