Kanonen auf Spatzen

Zum SchwäPo-Bericht „Alte Handgranate im Tannenwäldle gefunden“ vom 22. Juni:
Da bin ich aber mal gespannt, wie da unsere Stadtverwaltung und unser Ordnungsamt reagiert. Wenn ich da an die Gartenanlage Erzweg denke, bleibt da eigentlich nur noch die weiträumige Wegesperrung und ein Betretungsverbot fürs und rund ums Tannenwäldle. Eine Tonnagebegrenzung für die Ziegelstraße, damit nicht möglicherweise durch die Erschütterung durch schwere Fahrzeuge eine Explosion eines weiteren Blindgängers ausgelöst wird. Dauer der Sperrung mindestens sechs Monate bis ein Jahr, die man auf ein dubioses Gutachten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes warten muss . . . Klar auch, dass der Schützenverein dort sein Vereinsheim und seine Schießstände nicht mehr betreten und nutzen darf. Dasselbe gilt auch für den Spielplatz und den Bolzplatz dort.
Mit Kanonen auf Spatzen schießen nennt der Volksmund solche überzogenen Reaktionen. Und die scheinen wohl Usus zu werden: Da fährt sich ein verantwortungsloser Raser an einer Hausecke tot – und die Stadtverwaltung sowie die Verkehrsschau samt Grünenfraktion im Gemeinderat überlegt sich ernsthaft den Rückbau oder wenigstens die Verengung der Hauptaus-und Haupteinfallstraße Aalens. Geht’s noch?
Thomas Rühl, Aalen
© Gmünder Tagespost 24.06.2015 22:13
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