Werner und Sotir

Zu „Der Hausmeister und der Asylant“
Das offensichtliche Arbeitsverhältnis des „Asylanten Sotir Shaqiri“ wirft bei mir, als betrieblichem Sicherheitsbeauftragten, einige Fragen auf, die in Ihrem Bericht unbeantwortet geblieben sind.
1. Sollte das die Leiter sein, mit der gearbeitet wird? Mir scheint sie für den Einsatz auf Rasen und weichem Untergrund vollkommen ungeeignet zu sein, zumal von einer Arbeitshöhe von zwei Metern die Rede ist.
2. Warum sollte Herr Sotir keinen Sonnenschutz benötigen? Wegen der kurz geschnittenen dunklen Haare etwa? Welches Klischee wird denn hier bedient?
3. Arbeitssicherheitsschuhe. Darauf hat jeder Arbeitnehmer in diesem Arbeitsbereich Anspruch. Herr Sotir hat Turnschuhe an.
4. Wie wurde denn Herr Sotir in den Gebrauch der Motorheckenschere eingewiesen, wenn sein Deutsch nur ‘stark gebrochen’ ist? Gibt es eine Betriebsanleitung in albanischer Sprache und versteht er sie auch?
5. Wie wird Herr Sotir denn bezahlt, versichert.... oder ist er da doch ‘nur Asylant’. Dies sind nur einige Fragen die mich zu Ihrem Artikel bewegen. Integration Ja, aber dann unter gleichen Bedingungen! Alles andere betrachte ich als Ausnutzen der Notlage der Asylbewerber, die auf eine Aufenthaltserlaubnis hoffen.Peter Ruff, Ellwangen
© Gmünder Tagespost 08.07.2015 21:39
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