Zeiss-Betriebsräte

Zum Leserbrief von Anton Müller, Kündigung von Zeitverträgen bei Zeiss:
Ich kenne nicht die Beweggründe von Herrn Müller, sich in innerbetriebliche Vorgänge von Unternehmen einzumischen und gewählten Betriebsräten Ratschläge zu erteilen. Verwundern kann es einen Betriebsrat (und das seit 21 Jahren), wenn jemand als „logische Konsequenz“ auf wirtschaftliche Probleme die Kündigung von Menschen sieht.
Dies lässt sich aus einem gesicherten Ruhestand leicht vertreten, wird aber den Interessen der abhängig Beschäftigten und ihrer Familien nicht wirklich gerecht.
Betriebsräte haben im Übrigen keine Macht, aber Rechte wie auch Pflichten aus dem Gesetz. Sie erhalten ihr Mandat von ihren Kollegeninnen und Kollegen und werden von diesen alle vier Jahre neu gewählt. Und sie wissen meist etwas mehr, als das, was in der Zeitung steht, oder an Stammtischen geredet wird.
Tarifverträge, im Übrigen, werden zwischen Tarifvertragsparteien und nicht zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber abgeschlossen. Zeiss mit seinem breiten Produktangebot hat schon des Öfteren sozialverträgliche Lösungen und Konsens in einem vertrauensvollen Miteinander mit Gewerkschaft und Betriebsräten gefunden.
Christian Peschel, Aalen
© Gmünder Tagespost 05.08.2015 22:03
1777 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.