Integration ist mühsam

Zur Asylbewerberpolitik:
„Die Integration von Asylbewerbern geschieht im Klein-Klein in Dörfern und Städten. Sie ist mühsam im Miteinander, Gegeneinander, Nebeneinander und die Dankbarkeit hat meist eine sehr kurzer Halbwertszeit. Denn wir sind ja ein (An-)rechtsstaat. Die Asylbewerber bringen ihre Kultur, ihre Wertvorstellungen und ihre familiären Gewohnheiten und Moralvorstellungen mit. Es steht nicht zu erwarten, dass diese sich ändern. Zum Beispiel sind die meisten Muslime gegen den Staat Israel feindlich gestimmt, ein IS-Kämpfer wurde in Ludwigsburg entdeckt. Die Jesiden haben ein Kastensystem und strenge familiäre Moralvorstellungen. Schon vor Jahren wurde eine junge Jesidin von ihrer Familie ermordet und in Lüneburg steht ein Jeside vor Gericht, der aus denselben Gründen zwei Frauen ermordet hat. Es besteht seitens der Asylbewerber und Immigranten eine Bringschuld. Ich verstehe nicht, dass Ministerpräsident Kretschmann behauptet, das Boot sei nie voll. Dies ist unverantwortlich. Immerhin hat er vor kurzem das Ländle von der Aufnahme von Asylbewerbern abgemeldet, als Frau Merkel die Grenzen öffnete – freilich nur für Stunden, denn es ging nichts mehr. Unmöglich und arrogant finde ich so inflationär und wohlfeil gebrauchte Wörter wie Mob, Pöbel, Rassist oder gar Dunkeldeutschland (Bundespräsident Gauck), da hier auch verantwortungsbewusste Mitbürger in einen Sack mit Rechtsextremen gesteckt werden. Es ist nicht bekannt, ob Frau Claudia Roth (Die Grünen), selbsternannte Säulenheilige und Dauerbetroffenheitsbeauftragte aller Gutgesinnten, einmal Asylanten in die Geheimnisse des Weißwurstzuzelns eingeweiht hat. Auch Herr Kretschmann könnte mal zu sich nach Hause zu Spätzle mit Soß und Zwetschgenkuchen als Nachtisch einladen. Aber dafür sind ja die Ehrenamtlichen da.“
Dr. Guido Hegele, Heuchlingen
© Gmünder Tagespost 20.09.2015 19:51
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