Wohnraum auf Abruf

In der heutigen Zeit ist immer wieder zu erkennen, dass es in verschiedenen Situationen notwendig ist, schnellen Wohnraum schaffen zu können. Jedes Jahr zu Beginn eines Semesters sehen sich beispielsweise viele Universitätsstädte mit Studenten konfrontiert, die keine passende Unterkunft finden. Wohncontainer könnten hier – zumindest vorrübergehen – Entlastung schaffen.

Vielseitiger Verwendungszweck von Containern

Wohncontainer sind keine neue Erfindung. Sie haben ihren Ursprung in den Seecontainern, die bereits seit langem in der Schifffahrt zum Einsatz kommen, um Güter zu transportieren. Durch ihre Normgrößen bieten sie den Vorteil, dass der Transport auf Lkw und Schiffen weltweit problemlos funktioniert.

Im Laufe der Zeit entstanden aus ihnen Raumcontainer, die zu verschiedenen Zwecken eingesetzt werden. Vor allem auf Großbaustellen sind diese Container heutzutage nicht mehr wegzudenken. Sie beherbergen Büros, Toiletten, Gemeinschaftsräume oder einzelne Schlafplätze. Für den Katastrophenfall oder beim Einsatz der Bundeswehr sind Raumcontainer aufgrund ihrer Vielseitigkeit ebenfalls sehr gut geeignet.
Aufgrund der Nachfrage nach flexiblem Wohn- und Nutzraum hat sich Containerbasis.de als Internetstartup darauf spezialisiert, Container an den Mann zu bringen. Auf dieser Plattform für Container finden Interessenten Informationen, einen Marktplatz für gebrauchte und neue Modelle sowie für Leasingrückläufer und können Angebote vergleichen.

Systembauer haben den Vorteil von Containern bereits teilweise erkannt und nutzen sie bereits.

Wohnungsnot bei Studentenanfängern

Vor allem wenn akute Wohnungsnot entsteht, sind Wohncontainer eine hervorragende Möglichkeit, um kurzfristig Entlastung zu schaffen. Da moderne Container sich optisch wesentlich weiterentwickelt haben, spricht aus architektonischer Sicht kaum etwas dagegen, sie zu Semesterbeginn einzusetzen, um verzweifelten Studenten eine günstige Unterkunft zu bieten.

In vielen Städten kommt es jedes Jahr wieder zur Verzweiflung bei Studenten, wenn sie nicht wissen, wo sie ihre Nächte verbringen sollen. Nicht nur Großstädte wie München sind davon betroffen, sondern auch kleiner Städte wie Konstanz im Süden oder Emden im Norden. Die Plätze in den Studentenwohnheimen reichen bei Weitem nicht aus. Da viele Studenten nicht die finanziellen Mittel haben, sich eine teure Wohnung zu mieten, bleibt ihnen oft nichts anderes über, als sich bei Freunden auf der Couch einzumieten.

Zu wenige günstige Studentenwohnungen vorhanden

2013 hat der Tagesspiegel online bereits berichtet, dass nach Schätzungen des Deutschen Studentenwerks bundesweit ungefähr 25.000 Plätze in Studentenwohnheimen fehlen. Der Grund ist darin zu suchen, dass innerhalb von ungefähr 15 Jahren die Zahl der Studenten von 1,7 auf 2,5 Millionen anstieg. Die Zahl der Plätze in Wohnheimen lag jedoch weiterhin bei 230.000.

Um sich ein relativ teures Zimmer leisten zu können, bleibt den Studenten oft nichts anderes übrig, als neben dem Studium arbeiten zu gehen. Dadurch verzögert sich aber der Abschluss und weitere Jahre Finanzierung des Studiums und der Unterkunft wären notwendig.

Berlin zeigt mit dem Projekt EBA51 schon seit 2013, dass es möglich ist, coole Studentenwohnungen aus Wohncontainern herzustellen. Dort sind Wohnungen für verschiedene Ansprüche zu mieten. Als einzige Voraussetzung gilt, dass die Mieter eingeschriebene Studenten sind.

© Gmünder Tagespost 21.09.2015 14:17
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