Bürgerverdummung

Zur Beigeordnetenwahl:
„Die Beigeordnetenwahl zum 1. bzw. 2. Bürgermeister/-in in der Stadt Aalen (...) ist in Wahrheit keine Wahl mehr, sondern allenfalls eine „Bestimmungs-Festlegung“ und Absegnung der zwei großen Gemeinderats-Fraktionen, der CDU und SPD. Denn bereits mehrere Wochen vor Ende der Bewerbungsfrist (...) haben sich doch CDU und SPD unisono bereits einvernehmlich auf die „angeblich“ zwei besten Kandidaten festgelegt, ohne die anderen 13 Bewerber überhaupt gehört, geschweige angeschaut zu haben. Das nennt man „hellseherische Fähigkeiten“ oder gelinde gesagt und ausgedrückt „Bürgerverdummung“ hoch drei: Damit ist auch die anberaumte Kandidatenvorstellung von 6 Bewerbern – so jüngst festgelegt von der Auswahlkommission, in Wahrheit eine „Schauvorstellung“ nach außen, ohne jeglichen Wert und Auswirkung. Ja, hinter vorgehaltener Hand wird ja auch gemunkelt, dass beide Bewerber angeblich den „Segen von OB Rentschlers Gnaden“ bereits haben. Und es treibt einem schon den Schweiß auf die Stirn, wenn zudem die SPD-Fraktionsvorsitzende von einem guten Signal nach außen und vollends noch von einem guten Verfahren spricht. Ihre Bemerkung, dass alle die besten Beigeordneten für die große Flächenstadt Aalen wollen, ist und muss doch für den Gemeinderat – Verwaltung – den Stadtbezirken und ihre Bürger unstreitig sein. Bleibt also die große Hoffnung und Erwartung, dass die „zwei besten Bewerber“ bei und nach der Wahl (...) von der Verwaltungsspitze so viel Leine bekommen, dass sie ihre Fähigkeiten (...) für die Bürgerschaft (...) einbringen und mit den Gremien erfolgreich umsetzen können.“ Ewald Willier, Aalen
© Gmünder Tagespost 28.09.2015 22:05
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