Nur Realität?

Mel Gibson's Film "Die Passion Christi":
Ich habe den Film nicht gesehen, verfolge aber mit Interesse die Berichte und Kommentare dazu. Ich frage mich: Was hat Mister Gibson bewogen, die Passionsgeschichte zu verfilmen? Macht er bewusst aus der Passionsgeschichte einen Horrorfilm? Soll es eine Paraphrase sein: ein und dieselbe Geschichte in einer anderen Sprache? Oder will er gar den Jesus aus dem Städtchen Nazareth entmythologisieren? Weg vom Jesus des Credos. Nicht mehr Transzendenz und Realität in einer Person, nur noch Realität?
Vielleicht dreht Mister Gibson einen weiteren Film, indem von jenem Jesus berichtet wird, der mit seinen Freunden und Bekannten auf einen Berg wanderte. Dort zeigt er ihnen auf, wie wir Menschen könnten selig werden. Aber da fällt mir ein: Selbst christliche Politiker sagen: Mit der Bergpredigt lässt sich keine Tagespolitik machen!"
Wie man hört, verlassen Kinobesucher schon vor Ende des Films den Saal. Sie sind geschockt ob der "lustvoll drastischen Darstellungen!" - Es ist wohl besser, ich sehr mir den Film nicht an!Ernst Hehr sen., Aalen
© Gmünder Tagespost 31.03.2004 00:00
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