Handys nicht in Kinderhände

Zu "Großer Ärger mit kleinen Telefonierern in der Ausgabe vom 30. März 2004":
Dieser Artikel zeigt klar, dass der vielzitierte Satz: "Wir brauchen Handys, denn sie können Leben retten" keine Daseinsberechtigung hat.
Forscher der Uni Manchester in London berichten von steigenden Zahlen krebskranker Teenager und junger Erwachsener (Leukämie, Lymphome, Haut- und Hodenkrebs). Experten weisen darauf hin, dass immer mehr Kinder über Kopfschmerzen und Migräne klagen. Die britische Regierung, das russische Strahlenschutzkomitee, die Deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, das ECOLOG-Institut, die IGUMED - sie alle warnen vor dem Gebrauch eines Handys in Kinder- und Teenagerhänden bis zum Alter von mindestens 16 Jahren. Der Leiter des deutschen Bundesamts für Strahlenschutz äußert sich so: "Eltern sollen ihr Kind möglichst von dieser Technologie fernhalten". Je mehr Eltern bei ihren Kindern das Handy als Statussymbol und Spielzeug akzeptieren, desto dichter wird der schon bis in reine Wohngebiete skrupellos vordringende, alle belebte Natur höchst gefährdende Antennenwald der Netzbetreiber. Wie lange müssen wir die verharmlosende Werbung der Mobilfunkindustrie, die auf immer jüngere Konsumenten abzielt, noch ertragen?
Es wird höchste Zeit für ein generelles Handyverbot an Schulen, für Aufklärung der Bevölkerung, für die Schaffung von Handy- und mobilfunkfreien Zonen, für die Senkung der Grenzwerte, für einen Ausbaustopp weiterer Sendeanlagen und für die Entwicklung einer menschenverträglichen Technologie.Viktoria Pfitzer, Katja Wallner,
Bürgerinitiative Mobilfunk Essingen
© Gmünder Tagespost 31.03.2004 00:00
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