Fürs Margaritenhospital

Zur Diskussion und zum Beschluss über das Gmünder Margaritenhospital:
"Jetzt wird es also geschlossen, unser Gmünder Margaritenhospital. Die Mehrheit des Kreistages und der Landrat wollen es so!
Vergessen sind die Lobreden des Jahres 1999, als die Klinik für 25,5 Millionen Mark gekauft wurde. Angeblich lohnt sie sich heute nicht mehr, obwohl die Klinik recht gut läuft und Schwangere auch von außerhalb des Ostalbkreises anzieht. Kliniken mit so wenig Betten tragen sich nicht, wird uns erzählt. Der Abmangel von 1,2 Millionen Euro jährlich lohne sich nicht, so die Argumentation. 25,5 Millionen Mark in den Sand gesetzt, von den Umbaukosten damals ganz zu schweigen. Natürlich bräuchte die Stauferklinik dann einen Anbau, um darin die Geburts- oder Kinderklinik unterzubringen.
Was wird das wieder kosten - fünf Millionen oder gar zehn Millionen?
Herr Landrat, liebe zustimmenden Kreisräte, wie soll das weitergehen? Wie gehen Sie mit unseren Steuergeldern um?
Liebe Gmünder, wollt Ihr Euch das wirklich gefallen lassen? Wo bleibt der Aufschrei?
Vielleicht sind Großkliniken wirklich effektiver und daher billiger. Wer weiß das heute schon? Aber was ist mit Wärme und Menschlichkeit? Das ist bei einer Geburts- und Kinderklinik doch das Wichtigste, oder?"
Brigitte Schoder,
Schwäbisch Gmünd
© Gmünder Tagespost 31.03.2004 00:00
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