B-29-Trasse entlastet

Zu „Substanzerhalt statt Trasse“, SP vom 28. Oktober:
War etwas anderes von den Grünen zu erwarten? Sie zeigen sich wie meist als grundsätzliche Verhinderer, insbesondere aber natürlich bei Projekten, die vom politischen Gegner stammen. Der Ausdruck „Barthle-Lange-Gedächtnisstraße“ ist nichts als billigste Parteipolemik, ernsthafte Argumente außer Mutmaßungen werden nicht erkennbar. Der B 29 die Notwendigkeit abzusprechen, bedeutet alles östlich von Aalen endgültig abzuhängen und für unbedeutend zu erklären. Umgehungen allenfalls für Pflaumloch und Trochtelfingen für „überlegenswert“ zu erachten, verhöhnt die dort Lebenden. Zuwarten bedeutet, bei diesen Orten absichtlich auf das „Aussterben“ hin zu arbeiten. Das ist in meinen Augen menschenverachtend.
Ein Wegenetz unter Einbeziehung unserer Region ist erforderlich, das Problem sind nicht Herrn Kuchs Lieblingsfeinde die Lkw, sondern der Gesamtverkehr und den kann man nicht verbieten, sondern sollte ihn sinnvoll kanalisieren und die Menschen davon entlasten. Der Ziel- und Quellverkehr ist nicht das eigentliche Problem, er wird nur immer gerne als Scheinargument herangezogen. Herrn Maiers Aussage, die Bayern nehmen mit der B 29 uns unsere Arbeitsplätze weg, ist empörend und klingt gefährlich ähnlich einer politischen Richtung, die mit dieser Argumentation auf nationaler Ebene auf populistischen Stimmenfang geht. Das sollte sich Herr Maier besser verkneifen. Leute, die nicht an der aktuellen B 29 leben und leiden, sollten sich nach meiner Auffassung sehr zurückhaltend zur Notwendigkeit der neuen B-29-Trasse äußern, denn sie haben von dieser Belastung keine Ahnung. Das sehe ich auch bei grünen Bundestagsabgeordneten so. Berthold Hirsch, Bopfingen
© Gmünder Tagespost 29.10.2015 22:26
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