Handy an Schulen: sinnvolles Verbot

Zu "Tafel, Schwamm und kein Handy" vom 2. April:
Wir gratulieren der Schulleitung, dem Kollegium und der Elternschaft der Volksschule in Altusried (Oberallgäu) zu ihrer Entscheidung, Handys aus ihrer Schule generell zu verbannen.
Wenn das Kultusministerium meint, die Schule sollte dieses Verbot noch einmal überdenken, weil Mobilfunkkontakte in vielen Situationen zwischen den Eltern und Schülern wünschenswert seien, so hat dies wohl doch nur den einen Grund, dass das Ministerium als Handlanger unserer Regierung fungiert, die mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln in einer jedes ethische Grundverständnis geradezu verhöhnenden Art und Weise den Ausbau dieser äußerst bedenklichen Kommunikationstechnologie forciert. Sprich, dass wir damit in einer restlos unethischen und unchristlichen, nur der Technologie und dem ungebremsten Gewinnstreben verpflichteten Zivilisation gelandet sind, welche die elementarsten Grundrechte der Bürger mit Füßen tritt (Recht auf Leben, Gesundheit und körperliche Unversehrtheit, Würde des Menschen).
Oder ist die "Kuschelpädagogik" schon so weit fortgeschritten, dass Schüler den Unterrichtsvormittag ohne telefonische Zuwendung der Eltern nicht mehr überstehen können? Wir hoffen, dass die Schulgemeinschaft auf ihrer Position beharrt und noch viele andere Schulen diesem Beispiel folgen werden.
Katja Wallner,
Johannes und Viktoria Pfitzer,
Bürgerinitiative Mobilfunk, Essingen
© Gmünder Tagespost 08.04.2004 00:00
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