Große Mehrheit für Sportförderung

Zum Brief von Benjamin Kapfer "Viel für wenige, wenig für viele":
In der Zielsetzung, mehr Jugendarbeit und Breitensport zu fördern, sind wir uns völlig einig. Herr Kapfer irrt allerdings, wenn er meint, der Gemeinderat habe die Problematik des Sponsorings des Leistungssportes nicht erkannt oder nicht besprochen. Wir haben vor einigen Jahren dafür gesorgt, dass Informationen über das Sponsoring der Stadtwerke überhaupt erst veröffentlicht wurden. Immer wieder haben wir die Praxis angeprangert und eine Änderung bei den Stadtwerken dahingehend gefordert, dass die Gelder zugunsten des Breitensports und der Jugendarbeit umverteilt werden. Aus diesem Grund haben wir auch im Gemeinderat gegen das Hilfspaket für den Leistungssport des VfR und des KSV in Höhe von 1,3 Millionen Euro gestimmt. Zuletzt habe ich als Vertreterin der Grünen im Aufsichtsrat der Stadtwerke GmbH eine Freigabe der Sponsoring-Rate an den KSV für 2004/2005 abgelehnt. Ich wurde allerdings überstimmt. Und darin liegt das Problem: Die unverhältnismäßige Förderung des Leistungssports wurde von einer großen Mehrheit des Gemeinderates getragen. Birgit Haveman, Aalen
© Gmünder Tagespost 11.06.2004 00:00
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