Lockerungen dabei

Corona-Verordnung in BW: Neue Regeln –harte Alarmstufe 1

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In Baden-Württemberg gilt ab 28. Januar 2022 wieder die sogenannte Alarmstufe I. Sie wurde allerdings verschärft. Die aktuellen Corona-Regeln im Überblick.

Ab dem 28. Januar gelten einmal mehr geänderte Corona-Regeln in Baden-Württemberg. Wie bereits vorab angekündigt, hat die Landesregierung die Corona-Verordnung angepasst. Damit kehrt der Südwesten in die sogenannte Alarmstufe I zurück (bislang Alarmstufe II). Mit dieser gehen einige Lockerungen einher, wie echo24.de* berichtet.

Ab sofort gilt in Baden-Württemberg grundsätzlich ein leicht geänderter Stufenplan. Dieser wurde an die neuen Bedingungen durch die Corona-Variante Omikron angepasst. In welcher Stufe sich das Land aktuell befindet, ist jeweils abhängig von der Lage in den Krankenhäusern. Hier spielen die Covid-Patienten auf Intensivstationen und die Hospitalisierungsrate eine Rolle.

StufensystemVoraussetzungen
BasisstufeHospitalisierung unter 1,5 ODER Intensivpatienten unter 250
WarnstufeHospitalisierung über 1,5 ODER Intensivpatienten über 250
Alarmstufe IHospitalisierung über 3,0 ODER Intensivpatienten über 390
Alarmstufe IIHospitalisierung über 6,0 UND Intensivpatienten über 450

Baden-Württemberg: Verschärfte Alarmstufe - die aktuellen Corona-Regeln

Die Rückkehr zur Alarmstufe bedeutet für Geimpfte und Ungeimpfte gleichermaßen Lockerungen, wobei für letztere immer noch strengere Corona-Regeln gelten. Die gravierendsten Änderungen: Im Einzelhandel gilt ab sofort wieder 3G. Damit dürfen auch Ungeimpfte wieder einkaufen. Sie brauchen dafür allerdings einen Negativtest. Für Geimpfte fallen die zusätzlichen Tests in der Gastronomie weg - hier gilt statt 2G plus wieder nurmehr 2G.

Verschärft wurde die Alarmstufe I zur ursprünglichen Version vor allem bei Diskotheken, Clubs und Messen. Diese bleiben auch weiterhin geschlossen beziehungsweise untersagt. Außerdem gilt nun die von Baden-Württemberg geforderte FFP2-Maskenpflicht auch in Bus und Bahn.

Neue Corona-Verordnung Baden-Württemberg im Überblick

Weggefallen sind dagegen nun die nächtlichen Ausgangssperren. Diese gelten nur in Alarmstufe II und auch dann nur unter bestimmten Voraussetzungen. Die neuen und alten Corona-Regeln in der Alarmstufe I gibt es hier auch noch einmal in der Übersicht:

Corona-Verordnung in Baden-Württemberg zur Alarmstufe I

Private Treffen und Veranstaltungen: Ein Haushalt und zwei weitere Personen aus einem Haushalt dürfen sich treffen. Geimpfte und Genesene, Kinder bis einschließlich 13 Jahre sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, zählen nicht dazu. Paare, die nicht zusammen leben, zählen als ein Haushalt.

Volks- und Stadtfeste: Zwei Modelle möglich (2G oder 2G plus). Bei 2G: 50 Prozent der Auslastung, aber maximal 3.000 Besucher. Bei 2G plus: 50 Prozent der Auslastung, aber maximal 6.000 Besucher. Grundsätzlich: FFP2-Maskenpflicht auch im Freien. Alle Fastnachtsumzüge sind grundsätzlich nicht gestattet.

ÖPNV: 3G und FFP2-Maskenpflicht

Einzelhandel: 3G (ausgenommen sind Läden der Grundversorgung)

Öffentliche Veranstaltungen/Sportveranstaltungen: Ebenfalls je zwei Modelle möglich. Veranstaltungen drinnen: Maximal 50 Prozent Auslastung und maximal 1.500 Besucher (bei 2G) beziehungsweise 3.000 Besucher (bei 2G plus). Veranstaltungen draußen: Maximal 50 Prozent Auslastung und maximal 3.000 Besucher (bei 2G) beziehungsweise 6.000 Besucher (bei 2G plus). Grundsätzlich: Bei mehr als 500 Besuchern brauchen diese feste Plätze. Maximal 10 Prozent davon dürfen Stehplätze sein.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen: 2G (Ausnahme: Archive und Bibliotheken. Hier gilt 3G.)

Beherbergung: 2G (Ausnahme: Härtefälle und Dienstreisen)

Messen und Ausstellungen: nicht erlaubt

Clubs, Diskotheken und clubähnliche Lokale: bleiben geschlossen

Körpernahe Dienstleistungen: 2G (Ausnahme: Friseure und Barbershops. Hier gilt 3G.)

Mit der Verschärfung der Alarmstufe bleibt die Landesregierung nach Aussage von Ministerpräsident Winfried Kretschmann „Team Vorsicht“. Ursprünglich hatte Baden-Württemberg die strengere Alarmstufe II einfrieren wollen. Ein Gerichtsurteil hatte das für teilweise rechtswidrig erklärt. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat / dpa

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