Kretschmann mit Einzelheiten

Corona-Verordnung BW: Alle Regeln und Lockerungen – das gilt im März

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Winfried Kretschmann, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, gab die Regeln für die neue Corona-Verordnung ab 23. Februar 2022 bekannt
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  • Christina Rosenberger
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Baden-Württemberg lockert! Seit Mittwoch, 23. Februar, gilt eine neue Corona-Verordnung für das Land.

Update vom 16. März: Werden die strengen Corona-Regeln in Baden-Württemberg in wenigen Tagen fallen? In der Bund-Länder-Konferenz Mitte Februar hatten sich die Ministerpräsidenten und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) eigentlich darauf geeinigt, die allermeisten Beschränkungen mit dem 19. März fallen zu lassen. Doch jetzt macht das Land Baden-Württemberg einen Rückzieher. Wie echo24.de* berichtet, will die Landesregierung die Corona-Maßnahmen verlängern. Aktuell gelten noch folgende Regeln:

Corona-Verordnung Baden-Württemberg: Das gilt seit 23. Februar

Update vom 22. Februar: Es ist fix: Das Land Baden-Württemberg lockert! Der Ministerrat hat am heutigen Dienstag eine Änderung der Corona-Verordnung beschlossen – sie soll bereits ab morgen gelten (Mittwoch, 23. Februar). Das Land befindet sich dann wieder in der Warnstufe. Damit löst die 3G-Regel in vielen Lebensbereichen die 2G-Regel ab.

Das Stufensystem des Landes Baden-Württemberg wird in diesem Zuge ebenfalls abgeändert, wie echo24.de* berichtet. Der Grund: Die Grenzwerte werden der Omikron-Variante angepasst, die Alarmstufe II entfällt komplett. Es gilt laut Mitteilung des Landes dann:

  • Basisstufe: Hospitalisierungsinzidenz unter 4,0 und nicht mehr als 249 Intensivbetten mit COVID-19-Patienten belegt.
  • Warnstufe: Ab Hospitalisierungsinzidenz von 4,0 oder ab 250 mit COVID-19-Patienten belegten Intensivbetten (AIB).
  • Alarmstufe: Ab Hospitalisierungsinzidenz von 15,0 und ab 390 mit COVID-19-Patient*innen belegten Intensivbetten.

Lockerungen für Baden-Württemberg: Das sind die neuen Corona-Regeln ab Mittwoch

Für Baden-Württemberg bedeutet die Lockerung der Corona-Regeln eine Rückkehr in die Warnstufe – und damit in vielen Bereichen 3G. Dazu zählen etwa die Bereiche Gastronomie, Veranstaltungen oder Kultur, Freizeit, Messen, Bildung und körpernahe Dienstleistungen. In der Basisstufe sind in diesen Bereichen keine Zugangsbeschränkungen mehr vorgesehen, in der Alarmstufe würde hingegen wieder die 2G-Regel gelten.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick, alle neuen Regeln im Detail sind auf der Seite des Landes Baden-Württemberg nachzulesen.

Veranstaltungen 

Basisstufe: keine Zugangsbeschränkungen

Warnstufe: höchsten 60 Prozent der Kapazität zulässig bei einer Personenobergrenze von 6.000 Besuchern in geschlossenen Räumen; höchsten 75 Prozent bei einer maximalen Personenanzahl von 25.000 Besuchern im Freien

Alarmstufe: höchsten 50 Prozent der Kapazität zulässig, bei einer Personenobergrenze von 2.000 Besuchern in geschlossenen Räumen; höchsten 50 Prozent der Kapazität zulässig, bei einer Personenobergrenze von 5.000 Besuchern

Kontaktbeschränkungen für nicht geimpfte und nicht genesene Personen

Basisstufe: keine Beschränkungen

Warnstufe: ein Haushalt plus zehn Personen (Geimpfte, Genesene und Kinder bis 13 Jahre zählen nicht dazu)

Alarmstufe: ein Haushalt plus fünf Personen (Geimpfte, Genesene und Kinder bis 13 Jahre zählen nicht dazu)

Gastronomie, Vergnügungsstätten sowie Mensen und Cafeterien

Basisstufe: keine Beschränkungen im Freien – 3G in geschlossenen Räumen

Warnstufe: 3G (Abholung ohne Einschränkungen möglich)

Alarmstufe: 2G (Abholung ohne Einschränkungen möglich)

Freizeiteinrichtungen (Freizeitparks, Bäder, Thermen, Zoos, Fitnessstudios etc.)

Basisstufe: keine Beschränkungen

Warnstufe: 3G (2G für Dampfbäder)

Alarmstufe: 2G

Clubs und Diskotheken

Basisstufe: 3G

Warn- und Alarmstufe: nur vollständig Geimpfte, Geboosterte und Genesene, die zudem zusätzlich einen tagesaktuellen, negativen Corona-Test vorweisen müssen

Sport in Sportstätten und Sportanlagen

Basisstufe: ohne Zugangsbeschränkungen

Warnstufe: 3G (Ausnahme: Sport zu dienstlichen Zwecken oder Reha)

Alarmstufe: 2G (Ausnahme: Sport zu dienstlichen Zwecken oder Reha)

Kultureinrichtungen (wie Museen, Galerien, Bibliotheken, Archive, Gedenkstätten)

Basisstufe: ohne Zugangsbeschränkungen

Warnstufe: 3G

Alarmstufe: 2G (Ausnahme: Archive und Landesbibliotheken 3G)

Beherbergungen

Basisstufe: ohne Zugangsbeschränkungen

Warnstufe: 3G (erneuter Test alle drei Tage)

Alarmstufe: 2G (Ausnahmen für geschäftliche Reisen und Härtefälle – erneuter Test alle drei Tage)

Öffentliche Verkehrsmittel

3G in allen Stufen sowie FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie in der Fahrgastschifffahrt und im Luftverkehr in der Warn- und den Alarmstufe – in der Basisstufe medizinische Maskenpflicht

Lokalen Ausgangsbeschränkungen

Lokale Ausgangsbeschränkungen entfallen.

Maskenpflicht

Die Maskenpflicht wird in geschlossenen öffentlichen Räumen und im ÖPNV grundsätzlich beibehalten. Personen ab 18 Jahren müssen in der Warn- und der Alarmstufe weiterhin eine FFP2- oder vergleichbare Maske tragen. Im Freien muss eine medizinische Maske getragen werden, wenn das Abstandsgebot nicht dauerhaft eingehalten werden kann.

Lockerungen in Baden-Württemberg: Diese Corona-Regeln gelten ab Mittwoch

Erstmeldung vom 18. Februar: Deutschland öffnet – mit dieser Erkenntnis endete am Mittwoch (16. Februar 2022) der Corona-Gipfel von Bund und Ländern. Bis zum 20. März sollen demnach in drei Schritten die meisten tiefgreifenden Corona-Maßnahmen fallen.* In Baden-Württemberg beginnt die erste Lockerungs-Phase genau eine Woche später, am Mittwoch, dem 23. Februar. Genaue Einzelheiten stellte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach einer Sondersitzung im Landtag vor, wie echo24.de* berichtet.

Zunächst sah es nicht so aus, als ob die Lockerungen aus „Schritt 1“ des Corona-Gipfels Baden-Württemberg überhaupt großartig beträfen.* Denn eine der wichtigsten Erleichterungen, die ab der kommenden Woche für ganz Deutschland in Kraft treten soll, gilt im Südwesten bereits. Sie betrifft den Einzelhandel.

Neue Corona-Verordnung für Baden-Württemberg: Diese Lockerungen kommen am Mittwoch

Die Ministerpräsidenten und der Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatten sich darauf geeinigt, im ersten Schritt die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene im Privatbereich fallen zu lassen. Außerdem werden die Zugangsbeschränkungen für den Einzelhandel auf 3G reduziert. Nur die Maskenpflicht wird bestehen bleiben. In Baden-Württemberg gelten diese Regelungen bereits jetzt.

Doch es gibt tatsächlich Lockerungen aus „Schritt 1“, die auch den Südwesten betreffen werden. Denn wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann nun im Landtag erklärte, wird Baden-Württemberg sein bisheriges Stufensystem beibehalten, allerdings die auslösenden Werte anpassen – sie stützen sich auf Hospitalisierungsinzidenz und Belegung der Intensivbetten durch Corona-Patienten im Land*. Laut Kretschmann gilt dann ab nächster Woche voraussichtlich zunächst die Warnstufe, die ab einer Hospitalisierungsinzidenz von 4 oder 250 Covid-Patienten auf den Intensivstationen in Kraft tritt.

  • Warnstufe: Tritt bei einer Hospitalisierungsinzidenz von 4 oder 250 Patienten auf den Intensivstationen in Kraft.
  • Alarmstufe: Tritt ab einer Hospitalisierungsinzidenz von 15 oder 390 Patienten auf den Intensivstationen in Kraft.
  • Alarmstufe II wird gestrichen.

Neue Corona-Verordnung Baden-Württemberg: Lockerung bei Veranstaltungen – Fasching gerettet?

In dieser Stufe gibt es beispielsweise Erleichterungen für die Großveranstaltungen in Baden-Württemberg. Konkret sollen bei Veranstaltungen im Innenbereich ab Mittwoch, 23. Februar, im Innenbereich wieder 6.000 Zuschauer zugelassen werden, im Freien sind es dann maximal 25.000.

Auch Fasching profitiert von der neuen Warnstufe, denn für Fastnachts-Veranstaltungen in Innenräumen sollen eben diese neuen Regeln für Großveranstaltungen zum Einsatz kommen. Wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Landtag erklärte, gelten für diese Veranstaltungen dann die 3G-Regeln.

Neue Corona-Verordnung Baden-Württemberg: Das gilt für Ungeimpfte bei privaten Zusammenkünften

Leider wird es dennoch für Faschings-Fans eine Ernüchterung geben – Fastnachtsumzüge bleiben auch 2022 in der Warnstufe in Baden-Württemberg noch untersagt. Geimpfte und Genesene können allerdings trotzdem feiern. Denn es ist geplant, dass Clubs und Diskotheken unter 2G-Plus-Beschränkungen und „unter strengen Hygieneregeln“ wieder öffnen dürfen. Ebenso werden Messen und Ausstellungen wieder erlaubt.

Obwohl sich für Geimpfte und Genesene bei privaten Zusammenkünften vorerst nichts ändert, können Ungeimpfte in der Warnstufe wieder etwas aufatmen. Denn ein Haushalt ohne vollständige Immunisierung darf sich künftig wieder mit zehn weiteren Personen treffen, solange die Warnstufe gilt.

Neue Corona-Verordnung: Kommt trotzdem eine Impfpflicht?

Die Alarmstufe wird in der neuen Corona-Verordnung für Baden-Württemberg ab dem 23. Februar ab einer Hospitalisierungsinzidenz von 15 oder 390 Patienten auf den Intensivstationen in Kraft treten. Zu dieser Stufe hat Ministerpräsident Kretschmann allerdings noch keine weiteren Informationen gegeben. Allerdings ist schon jetzt klar, dass die Alarmstufe II komplett aus der Verordnung gestrichen* werden soll.

Bei all den Lockerungen appellierte Kretschmann in Stuttgart dennoch an die Bevölkerung, die Impflücken zu schließen. Denn es müsse jetzt schon für Herbst und Winter vorgesorgt werden. Laut Experten werde es im Spätjahr höchstwahrscheinlich wieder eine neue Welle mit neuen Varianten geben. Eine Infektion mit Omikron* reiche nicht, um sich zu immunisieren. Deshalb fordern die Ministerpräsidenten auch weiterhin eine allgemeine Impfpflicht.

Außerdem setzt sich Kretschmann dafür ein, auch nach dem 20. März, dem sogenannten „Freedom Day“, an dem so gut wie alle Maßnahmen, bis auf die Maskenpflicht, fallen sollen, einen „Instrumentenkoffer“ für die Bundesländer im Infektionsschutzgesetz zu verankern. Stimmt der Bundestag einem solchen Zusatz für das Bundesinfektionsschutzgesetz nicht zu, so könnten die Bundesländer schon in Kürze überhaupt keine Maßnahmen mehr aufrecht erhalten. Auch die Maskenpflicht wäre dann hinfällig. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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