Spritpreise steigen bereits leicht

Tankrabatt beendet – Preis-Explosion? Dazu rät ein Tankwart

Zum 31. August fällt der Tankrabatt weg. Ein leichter Preisanstieg ist bereits jetzt zu spüren – doch laut ADAC kann es für Autofahrer noch richtig teuer werden.

Bereits eine Woche vor Ende des Tankrabatts steigen die Spritpreise bereits leicht an. Laut ADAC sei hierfür unter anderem eine erhöhte Nachfrage mit Blick auf den drohenden Preissprung der Grund. Superbenzin der Sorte E10 verteuerte sich nach Angaben der Deutschen Presse Agentur (dpa) von Sonntag auf Montag von rund 1,717 auf 1,730 Euro. Diesel kostete 1,974 statt vorher 1,964 Euro – bei den Preisen handelt es sich um bundesweite Durchschnittswerte.

Ob es wegen des auslaufenden Tankrabatts zu einem Ansturm auf Tankstellen kommen könnte? Das erwartet zumindest Tankwart Horst Wolf – er arbeitet an einer freien Tankstelle in Öhringen. Sein Rat für Autofahrer: Die Tanks vor dem 1. September nochmal gut zu füllen.

Tankrabatt endet am 1. September: Starke Preiserhöhungen für Autofahrer befürchtet

Der Grund: Wolf erwartet einen recht schnellen Preisanstieg: „Im Juni ging der Preis eher langsam runter, doch das Hochgehen wird schnell sein. Diese Woche können die Autofahrer nochmal hamstern.“ 

Was steckt hinter dem Tankrabatt?

Mit dem Tankrabatt wird die Energiesteuer vorübergehend auf europarechtliches Mindestmaß gesenkt. Er gilt seit dem 1. Juni und läuft zum 31. August aus. 

Seine Vermutungen decken sich auch mit den rechnerischen Prognosen des ADAC: Laut Automobil-Club steigen die Preise beim Benzin um etwa 35 Cent, während beim Diesel eine Preissteigerung von etwa 17 Cent zu erwarten sei.

Ende des Tankrabatts: ADAC hofft auf letzte Vergünstigung für Preisanstieg

Noch schwieriger als teure Spritpreise ist es jedoch, erst gar keinen Sprit zu haben. An manchen Tankstellen kommt es nämlich derzeit zu Lieferproblemen, wie ein Tankwart aus Weinsberg dem SWR erklärt. Er habe große Schwierigkeiten mit den Lieferungen und müsse „aktuell viel telefonieren, um an Sprit zu kommen.“ Die Öhringer Tankstelle hat in diesem Fall Glück und beobachtet keinerlei Lieferschwierigkeiten. Zudem verfügt die Tankstelle über „große Einlagerungskapazitäten“, wie Wolf erklärt.

Immerhin hat der ADAC eine gute Nachricht für Autofahrer: Es sei davon auszugehen, dass die Tankstellenbetreiber vor dem 1. September ihre Treibstofftanks nochmal befüllen und dann Diesel und Benzin zunächst weiter vergünstigt abgäben, um sich ein Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Rubriklistenbild: © Uwe Lein/dpa

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