Basketball-Bundesliga

„Schalter umlegen“: Ludwigsburgs Basketballer auf Titeljagd

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Ludwigsburgs Spieler nach Spielende.

Zum ersten Mal seit 2018 haben die MHP Riesen Ludwigsburg den Einzug in das Final-Four-Turnier der Champions League geschafft. Neben dem sportlichen Erfolg winkt den Basketballern auch eine Prämie, die sie gut gebrauchen könnten, um Leistungsträger zu halten.

Ludwigsburg - Im Viertelfinale wurden die Basketballer der MHP Riesen Ludwigsburg noch mit Klopapier-Rollen beworfen. Darauf würden sie nun gerne verzichten und viel lieber am Sonntagabend im Konfettiregen tanzen. Davor müssen sie am Freitagabend aber zum Auftakt des Final-Four-Turniers der Champions League die erste von bestenfalls zwei Aufgaben lösen, wenn sie gegen Baxi Manresa antreten (21 Uhr/MagentaSport). Mit einem Erfolg lebt der Traum vom ersten Triumph auf europäischer Ebene weiter. Im zweiten Halbfinale trifft Hapoel U-Net Holon auf Lenovo Teneriffa.

„Jetzt können wir mit zwei Siegen einen Titel gewinnen“, sagte der MHP-Vorsitzende Alexander Reil der „Ludwigsburger Kreiszeitung“ vor dem Turnier in Bilbao. „Das ist in der Liga nicht so einfach. Deswegen hat dieses Wochenende schon eine gewisse Priorität.“

Mit Druck können die Baden-Württemberger umgehen. Im Viertelfinale demonstrierten sie das, als sie sich auch von Klopapier-Rollen, die von den Zuschauern im rumänischen Cluj auf das Feld geworfen wurden, nicht aus der Fassung bringen ließen. Zum ersten Mal seit 2018 lösten die Ludwigsburger das Ticket für das Final Four. Damals verpassten sie nach dem 65:87 gegen die AS Monaco das Endspiel.

Die Generalprobe ging jedoch daneben. Der Tabellenfünfte der Bundesliga kassierte am Sonntag gegen die EWE Baskets Oldenburg eine 86:102-Niederlage. „Wir müssen es hinkriegen, den Schalter wieder umzulegen“, sagte Reil und Jordan Hulls ergänzte bei MagentaSport: „Wir müssen wieder an uns glauben und das abrufen, was uns dorthin gebracht hat. Wir wollen mit positiven Gedanken ins Spiel gehen.“

Neben dem sportlichen Aspekt würde auch in finanzieller Hinsicht ein Titelgewinn helfen. Der Sieger erhält eine Million Euro. „Solch einen Betrag mitzunehmen, würde uns nach der Coronazeit weiterhelfen“, sagte Reil. „Wir liegen jetzt gerade bei rund 150.000 Euro Prämien in der bisherigen Champions-League-Saison. Durch einen vierten Platz käme da nicht viel hinzu. Wenn wir Zweiter werden würden, wären es insgesamt 350.000 Euro an Prämien.“ Geld, das die Ludwigsburger gut gebrauchen könnten, um Leistungsträger wie unter anderem Jonah Radebaugh zu halten. dpa

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