Wichtige Vorgaben für Eltern

Kind krank: Schule in Baden-Württemberg – das müssen Eltern beachten

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Ein krankes Kind in der Schulzeit? Eltern müssen einige wichtige Punkte beachten. In Baden-Württemberg gilt wieder Präsenzpflicht. Worauf es jetzt ankommt.

Nach den Sommerferien ist vor dem Herbst. Kinder und Jugendliche starten ins neue Schuljahr. Ab dem 13. September dann auch wieder mit Präsenzpflicht. Doch mit dem Wechsel in die kältere Jahreszeit droht auch eine Erkältungswelle - Schnupfen, Husten, Halsschmerzen. Wenn das Kind krank ist - worauf müssen Eltern jetzt achten? Wann darf mein Kind noch in die Schule gehen und mit welchen Symptomen nicht?

Es herrscht viel Verunsicherung unter Eltern. Abhilfe könnte eine Empfehlung schaffen, die das Sozialministerium und Landesgesundheitsamt von Baden-Württemberg herausgegeben hat. Es soll als Orientierungshilfe dienen. Die wichtigsten Punkte wurden zusammengefasst und auch an Schulen und Kindertageseinrichtungen verschickt. Bereits im Juni gab es eine Rückkehr zum Präsenzunterricht*, wie echo24.de* berichtet hatte.

Schule in Baden-Württemberg: Richtlinien für Eltern und Kinder bei Erkältungen

Eltern bekommen damit eine entscheidende Richtlinie für den Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen bei Kindern und Jugendlichen. Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha erklärte in dem Beitrag des Ministeriums dazu: „Wer nur einen Schnupfen hat, darf trotzdem die Kita oder die Schule besuchen. Ohne panisch zu sein, müssen wir trotzdem alle – Eltern, Ärzte, Pädagogen – ganz genau hinschauen, wenn bei Kindern und Jugendlichen im Herbst Erkältungssymptome auftreten.“

Die Punkte, ab wann Eltern ihr Kind nicht in die Schule oder Kita schicken dürfen:
(COVID-19 typischen Symptome)

  • Kinder, die eindeutig krank sind, gehen nicht in die Betreuung/Schule (wie vor der Corona-Pandemie auch).
  • Bei Fieber (ab 38 Grad) - wichtig ist die korrekte Temperaturmessung.
  • Trockener Husten - ohne Auswurf (nicht durch chronische Erkrankung verursacht wie zum Beispiel Asthma).
  • Ein leichter oder gelegentlicher Husten oder ein gelegentliches Halskratzen soll aber zu keinem automatischen Ausschluss führen.
  • Störung des Geruchs- oder Geschmacksinns (nicht als Begleiterscheinung eines Schnupfens).
  • Alle Symptome müssen akut auftreten - Symptome einer chronischen Erkrankung sind nicht relevant.
    (Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen ist ausdrücklich kein Ausschlussgrund)

Die damalige Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann unterstützte die ausgegebenen Richtlinien für Eltern, Schulen und Kitas zur Einordnung der Erkältungssymptome: „Ich bin froh, dass das Landesgesundheitsamt nun einheitliche Regelungen vorgelegt hat und den Einrichtungen und Familien damit klar verständliche und medizinisch sinnvolle Empfehlungen an die Hand gibt.“

Positiver Corona-Test beim Kind: So sollten Eltern jetzt reagieren

Sollte einer oder mehrere oben aufgeführte Punkte bei einem Kind zutreffen, dann muss es zunächst zu Hause bleiben. Eltern sollten dann laut Experten je nach Befinden des Kindes beziehungsweise des Jugendlichen entscheiden, ob ein Arzt benötigt wird. Wenn nicht, sollten die Eltern ihr Kind erst wieder in die Schule oder Kita schicken, wenn die Symptome abgeklungen sind.

Wichtige Regel: Bei Fieber muss ein Kind immer einen Tag ohne Fieber sein. Sollten Eltern einen Arztbesuch für notwendig halten, entscheidet dieser dann auch über einen möglichen Corona-Test. Mit einem solchen COVID-19-Test gilt dann auch, ist das Kind einen Tag fit und die Symptome sind abgeklungen, kann es wieder in die Schule oder die Kita.

Fällt der Corona-Test positiv aus, muss das Kind umgehend in Quarantäne. Erst nach zehn Tagen und nach mindesten 48 Stunden ohne neue Symptome - und mit einem negativen Testergebnis - darf das Kind wieder in die Schule oder Kita gehen. Wie die Stuttgarter Nachrichten zu dem Thema schreibt, müssen außerdem dabei immer die aktuell gültigen Vorgaben des Gesundheitsamtes beachtet werden. Vom Bund gab es jetzt insgesamt einfachere Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen*.

Hier können Eltern aufatmen: So dürfen Kinder weiter in die Schule gehen

Kein Grund für eine Schul-Auszeit gibt es bei leichtem Schnupfen oder gelegentlichen Husten. Bei den Richtlinien des Sozialministeriums und Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg heißt es dazu: „Ein leichter oder gelegentlicher Husten oder ein gelegentliches Halskratzen soll aber zu keinem automatischen Ausschluss führen.“ Und: „Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen ist ausdrücklich kein Ausschlussgrund“. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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