Stuttgart, Freiburg, Pforzheim

Weihnachtsmärkte Baden-Württemberg: Immer mehr Absagen - vorzeitiger Abbruch

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Ernüchterung auf den Weihnachtsmärkten - viele waren bereits geöffnet, müssen nun aber nach wenigen Tagen aufgeben. (Symbolbild)
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Baden-Württemberg hat eine neue Corona-Verordnung und die betrifft auch die Weihnachtsmärkte. Viele Städte geben nun auf...

Lange hielten die Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg an ihren Weihnachtsmärkten fest - die Schausteller und Händler sollten nach den vielen ausgefallenen Märkten und Festen während der Corona-Pandemie endlich wieder entlastet werden.

Deshalb wurden besondere Regeln für Weihnachtsmärkte* beschlossen. Die Märkte sollten teilweise sogar verlängert werden, um die Kassen etwas aufzufüllen - doch jetzt kommt wohl doch alles anders. Wie echo24.de* berichtet, macht die Corona-Pandemie erneut vielen Schaustellern einen Strich durch die Rechnung.

Weihnachtsmarkt Baden-Württemberg: Diese Märkte haben jetzt aufgegeben

Denn die Zahlen in Baden-Württemberg steigen weiter*. Seit heute (Mittwoch, 24. November) gilt im Südwesten die Alarmstufe 2 - die Corona-Verordnung wurde nochmals verschärft*, die Regeln werden immer strenger. Somit haben auch Weihnachtsmärkte härtere Auflagen zu erfüllen - Besucher und Händler müssen strenger kontrolliert werden. Für viele Städte wohl ein nicht stemmbarer Aufwand.

Bereits vor der Verschärfung der Regeln hatten kleinere Veranstaltungen, wie der Käthchen-Weihnachtsmarkt Heilbronn, aufgegeben.* Mit der Alarmstufe 2* kamen nun noch mehr Absagen, denn Besucher müssen nun nicht mehr nur genesen oder geimpft, sondern zusätzlich auch noch negativ auf das Coronavirus getestet sein. 2G-Plus lautet die Regel*. Die Folge: Stuttgart, Esslingen, Ludwigsburg, Böblingen und Schorndorf haben ihre beliebten Weihnachtsmärkte ebenfalls abgesagt.

Weihnachtsmarkt Baden-Württemberg: Pforzheim und Freiburg bauen wieder ab

Außerdem haben nun Pforzheim und Freiburg aufgegeben. Beide Weihnachtsmärkte waren eigentlich schon geöffnet. Doch es scheint nicht zu gehen - die Corona-Auflagen können nicht ausreichend eingehalten und kontrolliert werden. Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) erklärte am Mittwoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa: „Die neue Landesverordnung verhindert die Weiterführung des Freiburger Weihnachtsmarktes in der Innenstadt.“ Für die Händler sei das ein herber Schlag.

Die neue Landesverordnung verhindert die Weiterführung des Freiburger Weihnachtsmarktes in der Innenstadt. Für die Händlerinnen und Händler ist das ein herber Schlag.

Martin Horn, Oberbürgermeister Freiburg im Breisgau

Ebenso schließt die Stadt Pforzheim ihren Weihnachtsmarkt von Donnerstag, 25. November, an. Am Montag waren die Buden erst geöffnet worden. Doch die neuen Vorgaben des Landes sind der Stadt schlicht zu streng. Der Weihnachtsmarkt sei angesichts der hohen Inzidenzzahlen nicht mehr so zu organisieren, „dass die Sicherheit der Besucher gewährleistet werden kann und dass der Markt auch für die Schausteller noch Sinn macht“, heißt es von der Stadt Pforzheim.

Weihnachtsmarkt Baden-Württemberg: Wenige Ausnahmen halten an Plänen fest

Auch das Hüttendorf der Bodensee-Weihnacht in Friedrichshafen und der Weihnachtsmarkt in Konstanz müssen beendet werden. Die Buden werden wieder abgebaut - auch hier ist das ursprünglich ausgearbeitete Konzept mit 2G-Regel mit der nun geltenden landesweiten Alarmstufe 2 nicht mehr vereinbar.

Einige wenige Städte halten allerdings noch durch. In Calw startet an diesem Donnerstag der Weihnachtsmarkt planmäßig. Das Konzept wird der neuen Corona-Verordnung angepasst, der Markt läuft dann bis Sonntag. Auch Mannheim und Heidelberg haben ihre Weihnachtsmärkte bisher nicht abgesagt und wollen stattdessen ihre Konzepte der Lage anpassen. Bleibt abzuwarten, wie sich die Lage noch entwickelt. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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