Ausbildungs- und Studienmesse wieder in Präsenz

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Die Ausbildungs- und Studienmesse Aalen im Februar 2020. Archiv-Foto: opo
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Die Messe mit 203 Ausstellern rund um den Jobstart findet im Beruflichen Schulzentrum Aalen statt.

Aalen

Das gab es eigentlich noch nie: Jugendliche können sich selbst jetzt im Mai noch aussuchen, welche Ausbildung sie am liebsten beginnen möchten. Die Agentur für Arbeit Aalen meldet aktuell 1675 Lehrstellen, die noch unbesetzt sind. Demgegenüber suchen nur 935 Bewerberinnen und Bewerber noch. Auf der 25. Ausbildungs- und Studienmesse „Start it!“ am Samstag, 21. Mai, von 9 bis 13 Uhr im Beruflichen Schulzentrum Aalen, haben Interessentinnen und Interessenten nun die Wahl zwischen 203 Arbeitgebern oder Bildungseinrichtungen.

Tausende Besucher erwartet

Nachdem die größte entsprechende Messe der Region im Pandemie-Jahr 2021 digital ablief, findet sie nun wieder in Präsenz statt: Und es sind wieder so viele Anbieter anzutreffen wie bei der letzten Präsenzmesse im Februar 2020. Die Veranstalter rechnen mit Tausenden Besucherinnen und Besuchern . Sogar ein kostenloses Busshuttle wird zwischen dem ZOB Aalen und den Beruflichen Schulen unterwegssein.

Landrat Dr. Joachim Bläse – das Landratsamt veranstaltet die „Start it!“ gemeinsam mit der Arbeitsagentur und der Stadt Aalen – hofft, dass viele Jugendliche das Signal bemerken: „Man sucht euch, man braucht euch, man will euch.“ Gespräche hätten gezeigt: „Pandemie, Krieg und Klimawandel belasteten die jungen Menschen, es herrscht einen Art Endzeitstimmung“.

 Claudia Prusik, Leiterin der Aalener Arbeitsagentur, hält Messen für „unschlagbar wichtig“: „Den Jugendlichen hat in der Coronazeit ein wichtiger Baustein gefehlt, um auf einfachem Weg in Kontakt mit den Firmen zu kommen.“ Für Unternehmen wiederum seien solche Börsen angesichts steigenden Fachkräftebedarfes unerlässlich.

Ins Leben gerufen wurde die Messe 1997, damals noch mit 50 Ausstellern im Arbeitsamt. Seit 2011 findet sie im Beruflichen Schulzentrum statt. Es präsentieren sich Industriebetriebe und Banken, Krankenkassen, soziale Einrichtungen und Verwaltungen, aber auch berufliche Schulen und Hochschulen, Bundeswehr, Polizei und viele mehr.

Für Prusik müssen die Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung, ein Studium oder ein freiwilliges soziales Jahr interessieren, zwei Fragen beantworten: „Was kann ich?“, aber auch: „Was will ich?“

Landrat Bläse verweist auf die wichtige Rolle der Eltern als „Influencer“. Sie sollten offen sein, findet er ,und wirbt besonders für Handwerksberufe, die digitale Fähigkeiten vermittelten und gute Verdienstchancen böten. „Viele wissen nicht, welche digitale Kompetenz beispielsweise im Sanitärhandwerk oder im Straßenbau gefragt ist.“ Attraktiv sei auch der Gesundheits- und Pflegebereich, wo derzeit die Einkommen stiegen. Auch die Eltern selbst, fügt Claudia Prusik hinzu, können sich auf der Messe über Weiterbildungschancen in ihrem Job oder ihrem Betrieb informieren.

Infos unter www.start-it.de

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