dm ist weiter auf Kurs

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Immer mehr Menschen bestellen per App oder Webseite und holen den Einkauf dann bei dm selbst ab.
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Die Drogeriemarktkette wächst in der Region. Trend zum Online-Shopping hält an. Rückkehr einer Filiale nach Ellwangen möglich, aber offen.

Aalen

Die erste dm-Filiale eröffnete der im Februar dieses Jahres verstorbene Unternehmensgründer Götz Werner im Jahr 1973. Inzwischen arbeiten europaweit mehr als 70 000 Menschen für das Unternehmen. Im vergangenen Geschäftsjahr hat sich der konstante Wachstumskurs der Drogeriemarktkette fortgesetzt, die Erlöse stiegen um 10,7 Prozent auf 13,58 Milliarden Euro. Im Heimatmarkt Deutschland kratzt der Umsatz an der 10-Milliarden-Euro-Marke. In der Region Ostwürttemberg, wo dm zwölf Filialen betreibt, hat die Drogeriemarktkette ebenfalls zugelegt.

So stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2021/22 um 8,4 Prozent auf 49,7 Millionen Euro. „Wir sind mit der Entwicklung der Filialen auf der Ostalb sehr zufrieden“, erklärt Hauke Flöter, Gebietsverantwortlicher bei dm. Die Zahl der Kundenkontakte und somit der Einkäufe in den Filialen ist um 9,3 Prozent auf 2,857 Millionen gestiegen. Die Kundinnen und Kunden kauft also häufiger bei dm als noch in den Vorjahren, als vor allem die Covid-Pandemie zu weniger Kundenverkehr geführt hatte. Auch der Trend aus dem vergangenen Jahr, als die Frequenz in den Innenstadtlagen in der Region (Gmünd, Aalen, Heidenheim) spürbar zurückgegangen war, ist umgekehrt. „Die Zahl der Kundenkontakte ist hier im zweistelligen Prozentbereich gestiegen“, erklärt Flöter. Das sei eine sehr erfreuliche Entwicklung.

dm ist mit Filialen in allen großen Kreisstädten der Region vertreten, außer in Ellwangen, wo der Standort vor einigen Jahren geschlossen und nach Westhausen verlagert worden war. „Grundsätzlich können wir uns sehr gut vorstellen, in Ellwangen erneut eine Filiale zu eröffnen“, sagt Flöter. Dafür müssten jedoch die Rahmenbedingungen passen. „Wir würden uns freuen, wenn es gelingt. Aktuell ist es aber offen.“ Grundsätzlich sei dm mit dem „tollen Filialnetz auf der Ostalb zufrieden“.

Der Trend zum Online-Handel macht sich bei dm bemerkbar. Immer mehr Menschen kaufen im Online-Shop der Karlsruher Kette und lassen sich den Einkauf per Paket zusenden oder holen diesen selbst in der Filiale ab. Für letztere Option entstehen – auch auf der Ostalb – immer mehr Abholstationen. „Wo dies baulich ist, realisieren wir diese Stationen, um die Abholung so unkompliziert wie möglich zu gestalten“, erläutert Flöter. „Vor allem für junge Familien sind diese Optionen sehr hilfreich.“ Die Nachfrage nach Online-Bestellungen sei „stark steigend“.

Die Zahl der Beschäftigten bei dm in der Region ist im zurückliegenden Geschäftsjahr gewachsen, von 179 auf 192. Hinzu kommen 26 (Vorjahr: 23) Auszubildende. Das Ziel von dm ist weiterhin, pro Filiale mindestens einen Auszubildenden zu beschäftigen. „Bewerbungen für das kommende Jahr sind bereits möglich“, sagt Flöter. Probleme, die Stellen zu besetzen, hat dm zwar noch nicht, dennoch wirbt Flöter bereits jetzt um den Nachwuchs. „Unser Ziel ist es, jeden Auszubildenden zu übernehmen.“

Investieren wird dm im kommenden Jahr vor allem in eine Filiale: In Mutlangen werde der Standort erweitert und modernisiert, führt Flöter aus. Einen konkreten Zeitplan gebe es noch nicht, jedoch werde dm die Filiale im Zuge der Bauarbeiten für wenige Wochen schließen und nach Abschluss dieser wiedereröffnen, und das wohl noch vor den Sommerferien.

Ein Teil des derzeitigen Umsatzwachstums von dm ist auch auf Preissteigerungen zurückzuführen. „Wir setzen alles daran, die Preise der Produkte und vor allem der Grundversorgungsartikel stabil zu halten“, so Flöter. Bei einigen Produkten, wie zum Beispiel Toilettenpapier, seien Preiserhöhungen angesichts der gestiegenen Rohstoff- und Erzeugerpreise jedoch unvermeidlich.

dm in Zahlen

Die dm-Kette mit Sitz in Karlsruhe ist vor allem in Mittel- und Osteuropa aktiv. Die meisten Filialen werden in Deutschland betrieben (2094). Danach folgen Österreich (386), Ungarn (263), Tschechien (249), Kroatien (170), Slowakei (158), Rumänien (126), Serbien (119), Slowenien (101), Bulgarien (97), Bosnien-Herzegowina (84), Italien (71), Nordmazedonien (22) und Polen (5).

Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland 46 400 Menschen, 3600 davon befinden sich in Ausbildung. Die Zahl der Filialen im Inland ist im vergangenen Geschäftsjahr um 25 auf 2094 gestiegen. Im Schnitt ist eine dm-Filiale 633 Quadratmeter groß.

In der Region Ostwürttemberg betreibt dm Filialen in Aalen (3), Gmünd (2), Heidenheim, Lorch, Mutlangen, Königsbronn, Giengen, Westhausen und Bopfingen.

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