Handwerkskammer: 9-Euro-Ticket ein Strohfeuer

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Die Handwerkskammer Ulm fordert einen besseren Ausbau der Infrastruktur auf dem Land.

Besserer Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur zwischen Ostalb und Bodensee gefordert.

Ulm. Noch bis Ende August können auch Handwerkerinnen und Handwerker sowie Azubis den öffentlichen Personennahverkehr mit dem 9-Euro-Ticket zum deutlich reduzierten Preis nutzen. Doch in den ländlicheren Regionen zwischen Ostalb und Bodensee gebe es oftmals keine direkten Verbindungen zum Arbeitsplatz oder der Bus fahre nur sporadisch, so die Handwerkskammer Ulm. Hier brauche es ein merklich attraktiveres Nahverkehrsnetz mit besserer Taktung und flexibler gestalteter Anbindung. Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, sagt: „Das 9-Euro-Ticket ist ein guter Auftakt. Aber es ist auf die Interessen und die Lebenssituation der Stadtbevölkerung ausgelegt. Die Menschen in ländlicheren Gebieten profitieren dagegen kaum. Was hilft der günstige Fahrschein, wenn kein Bus fährt?“

Die Handwerkskammer Ulm hat sich deshalb auch für das flächendeckende, landesweite 365-Euro-Ticket für Azubis stark gemacht, das im September 2022 starten soll. „Wir bauen darauf, dass dieses Ticket in allen Landkreisen umgesetzt wird und kommt. Regionalen Netzen darf jetzt nicht das Geld entzogen werden. Viel wichtiger ist es, dass die Infrastruktur und das Angebot gerade in ländlichen Regionen jetzt ausgebaut werden. Wenn uns das nicht gelingt, bleibt das 9-Euro-Ticket ein Strohfeuer“, ergänzt Mehlich.

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