Am Amazonas des Nordens entlang

Radwandern Rund ums Stettiner Haff gibt es viel zu entdecken. Die Uecker ist Teil der „Pommerschen Flusslandschaft“ und führt auf rund 100 Kilometern größtenteils durch unberührte Natur.
  • Foto: djd/FVV „Mönkebude am Stettiner Haff“ e.V.

Die Radwanderwege an Norddeutschlands Küsten zählen zu den schönsten Strecken für Aktivurlauber. Am Stettiner Haff, ganz im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns, gibt es aber noch viel mehr zu entdecken als Meer, Strand und weite Wälder.

Das gilt nicht nur für Radwanderer auf dem Weg nach Usedom, sondern auch für Familien, die in den kleinen Seebädern und Hafendörfern direkt am Haff urlauben und lieber kurze Tagestouren machen möchten. Hier drei Tipps zum Kennenlernen der Region:

Erholungsort Mönkebude

Abenteuer ab dem Erholungsort: Die Tour-Guides übertreiben nicht, wenn sie zu einer Fahrt in den sogenannten Amazonas des Nordens einladen. Der „Ausflug ins Reich der Seeadler“ beispielsweise führt vom kleinen Fischerdorf Mönkebude aus in das weitläufige Naturschutzgebiet Anklamer Forst, Deutschlands größten Moorwald, das dem Vorbild in Südamerika faszinierend nahekommt. Den besten Blick bietet der Aussichtsturm bei Rosenhagen – endlos breiten sich davor Wasser, Schilf und Gräser aus, in denen heute Seeadler, Milan, Bussard und Kormoran zu Hause sind. Um die Tiere „hautnah“ zu erleben, sollte man unbedingt ein Fernglas einpacken. Wer sich satt gesehen hat, radelt weiter in Richtung Kamp. Dort kann man sich gegen Mittag nicht nur mit Fischbrötchen oder Bratwurst stärken, sondern auch die Karniner Hubeisenbahnbrücke bestaunen. Bis 1945 war sie die Verbindung vom Festland zur Insel Usedom. Weitere Tipps zu den Stationen dieser fünfstündigen geführten Rundtour gibt es unter www.moenkebude.de. Tipp: Wer sein Drahtesel nicht dabeihat, nutzt einfach den Fahrradverleih in Mönkebude .

Tierisches Ueckermünde

Das Seebad mit seinen zwei hübschen Stadthäfen ist vom Stadtzentrum ein guter Ausgangpunkt für ausgedehnte Radtouren. Ein spannendes Ziel ist der Tierpark mit begehbaren Gehegen, in denen über hundert Arten leben, darunter Affen, Pfauen und Mufflons. Ein besonderes Erlebnis ist die Taschenlampenführung nach Sonnenuntergang. Dabei darf unter fachkundiger Anleitung in die Schlafzimmer der Tiere gespäht werden. Anmeldungen sind direkt im Tierpark unter Telefon: 039771-54940 möglich. Weitere Informationen gibt es unter www.ueckermuende.de/tierpark.html.

Rund um Pasewalk

Wer unberührte Natur am liebsten mit Kultur verbindet, nimmt ab Pasewalk den Rundkurs durch die Caselower Heide. Auf 35 Kilometern reihen sich hier beschauliche Orte aneinander und geben den Blick frei auf historische Zeitzeugen wie Feldsteinkirchen aus dem 13. Jahrhundert, alte Wehrtürme oder eine alte Dorfschule.

Zum Abschluss lohnt ein Bummel durch das historische Pasewalk an der Uecker mit seinen drei Kirchen und dem Turm „Kiek in de Mark“. Mehr Informationen: www.pasewalk.de djd

© Gmünder Tagespost 25.05.2018 16:41
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