Mit den Kindern entspannt verreisen

Reise und Familie  Der Urlaub mit dem Nachwuchs wird erholsamer, wenn die Kleinen in die Reiseplanung mit einbezogen werden.

Familienurlaub kann schön sein – die Eltern dürfen nur keine Entspannung erwarten, heißt es oft. Und tatsächlich steckt darin ein Körnchen Wahrheit: Die Bedürfnisse von kleinen und großen Menschen zu vereinbaren, ist eine Kunst für sich. Wer ein paar Dinge beachtet, darf sich trotzdem auf ein bisschen Erholung freuen.

Jeder darf mitplanen

Am besten darf jedes Familienmitglied einen Vor- oder Nachmittag der Urlaubswoche planen. So kommt jeder zu seinem Recht, sagt der Entwicklungspsychologe Prof. Johannes Bach aus Nürnberg.

Mit Kindern ins Museum? Klingt nach einem Horrortag. Doch Reisebloggerin Gabriela Urban ermutigt kulturbegeisterte Eltern, es auszuprobieren. Sie habe ihren Sohn von Anfang an mitgenommen. Ein guter Weg, findet Bach, der selbst drei Kinder hat: „Wenn die Kinder damit groß werden, macht es ihnen meist gar nichts aus.“ Er empfiehlt spezielle Audioguides für Kinder, die es in vielen Museen mittlerweile gibt. Fairerweise sollte hinterher aber auch etwas für die Kinder herausspringen: ein Eis im Museumscafé oder ein Spielplatzbesuch.

Was häufig auch hilft: Im Urlaub mal Fünfe gerade sein lassen. Gabriela Urbans Sohn isst zum Beispiel gern Pommes. Zu Hause schiebt die Bloggerin dem oft einen Riegel vor. Aber im Urlaub gelten andere Regeln, sagt sie. Auch den Rhythmus der Familie darf man dem Urlaubsland ruhig anpassen. „Lasst die Kinder abends am quirligen Leben im Süden teilhaben“, ist Urbans Tipp. So haben sie die Chance, Land und Leute wirklich kennenzulernen.

Wenn die Kinder selber packen

Tobias Weber, der als „Johnny“ einen Papa-Blog schreibt, hat eine Sache immer im Gepäck, wenn er mit seiner Tochter unterwegs ist: ihre Bastelkiste. Darin befinden sich Stifte, Papier, Aufkleber und Co. Urban rät, die Kinder beim Packen selbst wählen zu lassen, was sie mitnehmen möchten. So lernen sie gleich, mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen zu leben, sollte das Falsche mit an Bord sein. dpa

© Gmünder Tagespost 11.01.2019 16:10
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