Silvester: Heidenheim ist Vorreiter beim zentralen Feuerwerk

Neujahr Was sich die Stadt Heidenheim fürs Silvesterfeuerwerk einfallen lassen hat und was das fürs private Böllern bedeutet

  • Symbolbild: pixabay

Heidenheim. Die Stadt Heidenheim hat angekündigt ein zentrales Silvesterfeuerwerk zu organisieren. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, habe diese Ankündigung zu einem großen Medienecho und zu vielen Reaktionen in den sozialen Medien geführt. Die Stadt wird dem Veranstalter, einem lokalen Feuerwerk-Anbieter, einen Zuschuss gewähren und damit das Event über der Stadt am Schloss Hellenstein möglich machen, teilt die Stadtverwaltung Heidenheim mit. 

Oberbürgermeister Bernhard Ilg freut sich, dass mit der Entscheidung für das Feuerwerk eine Diskussion angestoßen worden ist, die weit über Heidenheim und sogar über Baden-Württemberg hinaus reicht: „Uns haben viele positive Reaktionen erreicht. Dass unser Wagnis nun vermehrt dazu geführt hat, dass auch andere Kommunen darüber nachdenken, etwas Ähnliches zu organisieren, ist eine schöne Auszeichnung!“

Privates Böllern nicht verbieten

Von der mehrfach aufgekommenen Idee, mit der Einführung eines großen zentralen Feuerwerks das private Böllern zu verbieten, hält Heidenheims Bürgermeister nichts: „Verbote bringen hier gar nichts und sind großenteils rechtlich gar nicht möglich. Aber wenn viele Bürgerinnen und Bürger unserem Appell folgen, die Darbietung zu genießen und auf eigene Kracher zu verzichten, haben alle etwas davon: Es würde weniger Plastikmüll geben, fast überall weniger Lärm, und vielleicht auch weniger Gruppenbildungen, in denen der aktuell leider nötige Abstand nicht eingehalten wird“. Und schließlich: Wer keine eigenen Böller zündet, kann keine Verbrennungen erleiden, wie sie in den Krankenhäusern im ganzen Land an jedem Silvester behandelt werden müssen.

Auf Feuerwerkt nicht ganz verzichten

In Heidenheim gab es auch Gegenstimmen, die Silvester ganz ohne Böller und das Geld lieber anders investiert sehen wollen. Nachdem in diesem Jahr aber fast alle Events und Feste ausfallen mussten, steht die Stadt hinter der Entscheidung, wenigstens eine Feierlichkeit zum Jahresabschluss zu unterstützen.

Die Musik zum Feuerwerk aus dem Radio

Die Stadt Heidenheim kooperiert dabei mit einem lokalen Radiosender. Weil wegen der Corona-Regeln eine feiernde Menge in der Innenstadt und damit eine Vor-Ort-Beschallung mit der zum Feuerwerk passenden Musik aller Wahrscheinlichkeit nach nicht möglich sein wird, laufen Radiomusik und Raketen-Choreografie synchron. Die Heidenheimer Bürgerinnen und Bürger können also aus dem heimischen Wohnzimmer oder jedenfalls aus weiterer Entfernung beides genießen, das Spektakel für die Augen und die Musik dazu aus dem Radio. Die exponierte Lage des Schlossberges und die nach drei Seiten hin ausgerichtete Show sorgen dafür, dass sehr viele Menschen das Feuerwerk sehen können. 

© Gmünder Tagespost 20.11.2020 14:28
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Kommentare

Manuela Herbst

Diese Idee finde ich genial. Absolut nachahmenswert! Ich hoffe, dass noch mehrere Kommunen diese Idee aufgreifen oder Ähnliches in die Tat umsetzen. Sylvester ist für Jeden ein Zeichen der Hoffnung und des Neuanfangs. Es wäre für uns Alle so wichtig, dass wir das Neue Jahr mit Zuversicht beginnen können. Nicht verbieten, sondern innovative Gedanken und Umsetzungen, damit die Bevölkerung neuen Lebensmut schöpfen kann. Verbote haben wir inzwischen genug. Ein Feuerwerk für Alle, ohne Verletzungen, jedoch mit neuem Lebensmut!

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