Erlaubt ist, was gefällt

Der Bräutigam 2018 kann sich entspannen. Der Dresscode für den Hochzeitstag ist längst nicht mehr ganz so straff wie einst.
  • Beim Hochzeitsanzug voll im Trend sind der Boho-Look und Grautöne. Foto: Digel Menswear Concept

Aalen. Was ziehe ich an? Das ist die essenzielle Frage, die sich nicht nur die Braut stellt. Auch der Bräutigam möchte in seinem Hochzeitsanzug ein gutes Bild abgeben. Denn nicht nur in den Modeateliers für Brautmode hat man sich auf „den schönsten Tag im Leben“ spezialisiert. Auch die heiratswillige Männerwelt findet bei den Herrenausstattern der Region gut ausgebildete Fachkräfte, die dem künftigen Bräutigam in Sachen Hochzeitsoutfit mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Individuell und lässig

Das Thema Boho/Vintage ist aus keinem Lebensbereich mehr wegzudenken. Jetzt hat es auch verstärkt in der Hochzeitsmode Einzug gehalten. Sehr individuell und lässig kommt es daher. Leinenanzüge in hellem Beige oder Grau, die mit ausgefallenen Accessoires wie Hosenträger, Fliege (sogar aus Holz) und Baskenmütze aufgewertet werden, sind Thema Nummer eins.

Royal Wedding! Ein ganz besonders exquisiter Trend greift den Stil aus der Zeit Ludwigs XIV. auf. Er besticht durch erlesene Stoffauswahl und exakte Schnittführung. Uniformähnliche Sakkos mit Stehkragen werden durch florale, brokate Muster gebrochen. Die gedeckten Farben passen zu jedem Brautkleid.

Womit wir beim Aufsteiger in der Farbskala für 2018 sind. Grau! In allen Variationen. Das Spektrum reicht von Titan zu Basalt bis hin zu Graphit. Die Schnitte auch hier Slim, und wie ein Modeexperte sagt: „Geküsst vom Smoking.“ Was sich in der schmalen Form des Reverskragens zeigt.

Das Top Thema 2018 ist aber nach wie vor „Blau“. Blau ist alles andere als langweilig. Dazu kommt noch die Weste als die Krönung des Outfits.

Beratung ist wichtig

Bei der Vielzahl von Möglichkeiten ist eine gute und professionelle Beratung wichtig, und wird schon mal zwei Stunden in Anspruch nehmen. Beim Herrenausstatter ist man dankbar, wenn vorher ein Termin zur Anprobe vereinbart wird. Dann geht alles problemlos ohne Zeitdruck. Der heutige Bräutigam darf sich modisch selbstbewusst geben. Die Reihenfolge bei der Auswahl der Garderobe für die Hochzeit ist dennoch klar definiert. Erst kommt das Brautkleid dann der Anzug – die Braut hat immer das Vorkaufsrecht. Sonja Fritz

© Gmünder Tagespost 09.02.2018 18:31
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