Mit der richtigen Maschine ist Mähen einfach

Es stehen viele verschiedene Modelle zur Verfügung, je nach den individuellen Anforderungen und Ansprüchen. Auch für den entsprechenden Service der Technik nach dem Kauf ist der Fachmann gefragt.
  • Der richtige Rasenmäher vom Fachbetrieb erleichtert die Rasenpflege deutlich. Foto: fotolia
  • Auch ein Rasenmäher muss nach dem Winter überprüft werden. Foto: djd/Briggs

Bei Rasenmähern gibt es verschiedene Varianten, in allen Größen, motorisiert oder zum Schieben. Die Fachgeschäfte in der Region halten verschiedene Ausführungen für den Kunden bereit, und beraten auch zur individuell passenden Lösung, abhängig von der zu bearbeitenden Fläche. Gefragt und vor allem bequem sind motorisierte Modelle. Dazu bieten die Fachbetriebe auch den kompetenten und fachmännischen Service nach dem Kauf.

Es gibt auch verschiedene Mähtechniken, die für unterschiedliche Arten besonders geeignet sind. Je nach Art und Anordnung der Schneidwerkzeuge unterscheidet man Spindelmäher, Sichel- oder Kreiselmäher und Balkenmäher.

Unterschiedliche Techniken

Beim Spindelmäher schneiden an einer rotierenden Spindel (mit waagrechter Achse quer zur Bewegungsrichtung des Mähers) angeordnete Obermesser die Grashalme gegen ein feststehendes Untermesser (Scherenprinzip), was einen sauberen Schnittquerschnitt ergibt. Sie werden überall dort eingesetzt, wo es auf eine hohe Schnittqualität, exakt gleichmäßige Schnitthöhen (zum Beispiel Golfplätze und sonstige Rasensportplätze) ankommt. Die hinter dem Untermesser als Abstandshalter angebrachten Stützrollen führen beim wechselseitigen Mähen aufgrund der verbleibenden Neigung der Grashalme zu einem charakteristischen Streifenmuster des frisch gemähten Rasens. Rasenflächen müssen mit Spindelmähern öfter gemäht werden als mit Sichelmähern.

Bei Sichelmähern rotieren horizontal angeordnete Messer auf einer senkrechten Welle mit hoher Drehzahl und schlagen dadurch das Gras im freien Schnitt ohne Gegenschneide ab, der Schnittquerschnitt ist faserig unregelmäßig.

Der Großteil der handgeführten Rasenmäher sind Sichelmäher, zum Teil mit zwei Messerbalken („Messerkreuz“). Die schneidenden Elemente können angeschraubte Messer sein oder auch angeschliffene Messerbalken. Die beiden Messerbalkenhälften sind meist mit einem gewissen aerodynamischen Anstellwinkel – ähnlich dem eines Propellers – versehen, um eine Luftströmung von unten durch die Rotationsebene nach oben zu erzeugen. Dadurch wird das abgeschnittene Mähgut über die Schnittebene hochbefördert und durch entsprechend geformte Kanäle im Gehäuse in einen Behälter geblasen oder Zentrifugalkräfte schleudern es nach außen in einen Grasfangkorb.

Mähen mit Komfort

Luftkissenmäher stellen eine Untervariante der Sichelmäher dar. Sie unterscheiden sich in ihrem Aufbau von einem herkömmlichen handgeführten Sichelmäher mit Laufrädern dadurch, dass ein Gebläse einen Überdruck unter der Gehäuseglocke, in der der Messerbalken rotiert, erzeugt, und dadurch das Gehäuse in einem gewissen Abstand vom Boden abhebt. Dadurch schwebt der Mäher auf einem Luftpolster, und kann über den Führungsholm in alle Richtungen bewegt werden. Deswegen werden sie vor allem in geneigten und verwinkelten Arealen eingesetzt.

Besonderen Komfort versprechen Mähroboter, die eine Fläche selbstständig ohne menschliche Führung mähen. Ihre Energie beziehen sie aus einem Akku, der von Solarzellen gespeist werden kann oder an einer Ladestation automatisch nachgeladen wird. Eingebaute Sensoren reagieren auf eventuell auftauchende Hindernisse. Die zu mähende Fläche wird meist durch ein eingegrabenes Stromkabel begrenzt, dessen Induktivität der Mäher erkennt.

Aufsitzmäher und Rasentraktoren

Selbstfahrende Mäher mit Sitzgelegenheit heißen Aufsitzmäher, aufwändigere Varianten Rasentraktor. Eine Sonderform des Aufsitzmähers ist der Nullwendekreismäher (Zero turn). Mittlerweile dürfen diese Fahrzeuge nur noch mit einer gültigen Fahrerlaubnis bewegt werden. Hierfür sind die Führerscheinklassen L und T erforderlich. Damit Aufsitzmäher auch kurzzeitig im Straßenverkehr bewegt werden dürfen, muss zudem die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung eingehalten und ein grünes Nummernschild beantragt und montiert werden. pm/je

© Gmünder Tagespost 06.04.2018 17:54
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