Gerhard Feuerle im Mittelpunkt

Gedenkveranstaltung Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Kranzniederlegung und Vortrag.
  • Gerhard Feuerle mit seiner Mutter im Jahr 1939. Foto: privat

Schwäbisch Gmünd. Eine Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus ist an diesem Samstag, 27. Januar, um 17 Uhr, in der Innenstadt. Zunächst erfolgt eine Kranzniederlegung an der Gedenktafel für die Opfer des NS-Regimes am Prediger. Anschließend wird im Refektorium des Prediger der Leidensweg von Gerhard Feuerle, der dieses Jahr im Mittelpunkt des Erinnerns steht, aufgezeigt und ein Einblick in sein künstlerisches Schaffen gegeben.

Gerhard Feuerle wurde 1918 in Stuttgart geboren. Schon bald darauf erhielt sein Vater einen Lehrauftrag an der Gmünder Fachschule, so dass die Familie nach Schwäbisch Gmünd zog, von wo der Vater auch stammte. Gerhard Feuerle kam während seines Kunst-Studiums in München in Kontakt mit der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“. Ab diesem Zeitpunkt folgte ihm der Schatten der Gestapo. Im Sommer 1943 wurde er verhaftet und im April 1944 zum Tode verurteilt. Seine Mutter Dorothea Feuerle konnte durch ihren beispiellosen Einsatz die Vollstreckung abwenden. Feuerle wurde ins Strafbataillon Dirlewanger abkommandiert. Im April 1945 verlor sich seine Spur.

© Gmünder Tagespost 26.01.2018 20:19
1081 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.