So wird Motorradkleidung wieder sauber

Bikersaison Dank des schönen Wetters können Motorradfahrer dieses Jahr schon seit April ihrer Leidenschaft nachgehen. Wie sie dabei lästige Fliegen und Flecken von der Kluft entfernen, verrät das Motorrad-Magazin.
  • Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn/dpa-mag

Beim Waschen von Motorradkleidung gibt es einiges zu beachten. Vor allem besteht die spezielle Kluft aus den verschiedensten Materialien. Daher ist die richtige Pflege entscheidend für die Langlebigkeit der Produkte. Wie es richtig geht, erklärt die Fachzeitschrift „Motorrad“ aktuell zum Saisonbeginn in ihrer Ausgabe.

Vorher auseinandernehmen

Textilanzüge: Biker können synthetische Textilanzüge in die Waschmaschine stecken – vorher sollten sie aber eingelegte Polster entfernen. Die aufgeschäumten Protektoren saugen sich ansonsten mit Wasser voll und büßen damit auf Dauer ihre Schutzwirkung ein. Sorge um die Klimamembran der Kleidung sei unbegründet. Die steckt den einen oder anderen Waschgang problemlos weg und ändert ihre Eigenschaften nicht so schnell. Dem guten Gefühl beim Fahren steht also nichts im Wege.

Weichspüler meiden

Auf Weichspüler sollten Biker unbedingt verzichten und anstelle davon nur Funktions- oder Feinwaschmittel nutzen. Die unterschiedlichen Produkte verfügen über Eigenschaften, die auf das jeweilige Material passend abgestimmt sind.

Wer die Kleidung danach kurz in den Trockner steckt oder bei niedriger Stufe bügelt, kann die Imprägnierung auffrischen. Vorausgesetzt ist natürlich, dass sie laut eingenähtem Pflegeetikett getrocknet oder gebügelt werden darf. Ein kurzer Blick erhält also das gute Stück am Leben.

Mit Vorsicht angehen

Lederkombinationen: Mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm lässt sich leichter Schmutz von der vorher leicht angefeuchteten Lederkluft abwaschen. Hartnäckigeren, verkrusteten Dreckresten rücken Biker mit einer speziellen Lederseife aus dem Fachhandel oder einer Lauge aus Duschgel und Neutralseife zu Leibe. Gelösten Dreck wischen sie mit einem nassen Lappen ab. Tabu sind stark fettlösende Reiniger, sie greifen das Leder an und lassen es schneller verschleißen.

Sanft behandeln

Die saubere Kombi wird mit einem weichen Handtuch abgerubbelt. Anschließend trocknet sie möglichst bei Zimmertemperatur aus und keinesfalls über der Heizung oder in der prallen Sonne hängend. Damit das Leder geschmeidig bleibt, kann man es mit Lederpflege-Öl einreiben, solange es noch leicht feucht ist. Von Fetten und organischen Ölen raten die Fachleute ab – sie werden ranzig und stinken irgendwann. dpa

© Gmünder Tagespost 11.05.2018 14:23
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