Diesel: Gewisse Winterregeln beachten

Auto Volltanken und warm parken: Als Dieselfahrer besser durch die kalte Jahreszeit kommen.

Besonders die Fahrer älterer Dieselautos sollten im Winter ein paar Regeln beachten, damit sich der Kraftstofffilter nicht zusetzt. Sonst endet die Fahrt schlimmstenfalls, bevor sie begonnen hat. So tanken sie besser stets voll. Ansonsten könnte sich aus der Luft im Tank Wasser absetzen und gefrieren. Wenn die Eispartikel den Kraftstofffilter erreichen, können sie diesen verstopfen, warnt die Fachzeitschrift „Auto Straßenverkehr“.

Grundsätzlich kann Diesel aufgrund von sich bildenden Paraffin-Kristallen bei kalten Temperaturen schlechter fließen und so den Filter zusetzen. Entweder startet dann der Motor erst gar nicht, oder er geht nach kurzer Zeit wieder aus. Besonders Fahrer älterer Dieselautos beispielsweise ohne elektrische Filterheizung sollten daher im Winter aufpassen.

Tabu: Mit dem Fön nachhelfen

Allerdings ist es tabu, einen eingefrorenen Filter oder andere Motorbauteile beispielsweise mit einem Haartrockner zu enteisen. Hier besteht hohe Brandgefahr, warnt die Zeitschrift. Und wer etwa zum Diesel auch Benzin mischt, riskiert Schäden am Motor und am Auspuff. Vorbeugend können Autofahrer den Kraftstofffilter auf Verschmutzungen überprüfen und bei Bedarf reinigen lassen. Eine weitere Option: der nachträgliche Einbau einer Filterheizung. Im Autozubehör koste so etwas rund 100 Euro und sei in 1,5 bis zwei Stunden eingebaut.

Umstritten: Fließverbesserer

Autos, die ohne Garage überwintern, stehen am besten so trocken und windgeschützt wie möglich. So können Besitzer verhindern, dass das Auto noch kälter wird. Nach kalten Nächten gehen Autofahrer stets mit niedrigen Drehzahlen auf Tour. Das hilft, den Kraftstoff aufzuwärmen und ein Zusetzen des Filters zu verhindern. Umstritten dagegen sind so genannte Fließverbesserer, berichtet die Fachzeitschrift. Die Autohersteller stünden ihnen vorwiegend ablehnend gegenüber. dpa

© Gmünder Tagespost 29.12.2017 17:17
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