Spielend einfach denken

  • Foto: ©flickr.com, mahjong, Andrés Álvarez Iglesias, CC BY 2.0
Was ist eigentlich Intelligenz? Und wie kann man sie fördern? Diese Fragen werden von Psychologen eingehend untersucht. Als wichtige Aspekte für die Intelligenz konnten sie schon das induktive, vernetzte und logische Denken ausmachen. Außerdem ist ein gutes Gedächtnis hilfreich, um neue Aufgaben zu meistern. Denkspiele haben das Ziel, diese genannten Eigenschaften zu trainieren und zu verbessern.

Analoges und digitales Denktraining

Denkspiele gibt es mittlerweile in den verschiedensten Varianten. Dabei sind sie mehr als ein unterhaltsamer Zeitvertreib für Teenager: Im Rahmen mehrerer Experimentalstudien hat man festgestellt, dass das Denkspiele positive Auswirkungen auf die Leistung in Intelligenztests sowie Verbesserungen bei schulischen Leistungen mit sich bringt. Das Angebot an Denkspielen richtet sich nicht nur an Kleinkinder, Grundschüler und Jugendliche, sondern ist auch Erwachsenen von Nutzen. In der heutigen Zeit gibt es neben klassischen Brett- oder Kartenspielen und Online-Knobeleien wie diesen auch Computerspiele, die das Gehirn stimulieren. Je nachdem, für welche Variante man sich entscheidet, lassen sich verschiedene Areale und damit auch unterschiedliche Fähigkeiten trainieren.

Denkspiele zum Anfassen

Puzzle, Zauberwürfel und Dame sind beispielsweise gut geeignet, um das logische Denken zu schärfen. Kreative Intelligenz ist hingegen bei Scrabble und Story-Games gefragt. Bei Letzteren müssen die Spieler Geschichten erraten oder weiterdenken. Ähnlich ist es beim Quiz, bei dem, ähnlich wie beim Memory, das Gedächtnis gefordert wird. Daneben gibt es zahlreiche weitere Spiele, die mit Karten, Brettern oder Bauteilen das Denken trainieren. Eine Sonderstellung nimmt Schach ein, das sicher das weltweit bekannteste Denkspiel ist: Um erfolgreich zu sein, werden viele verschiedene Kompetenzen benötigt, darunter Kreativität, strategische Fähigkeiten, Erinnerungsvermögen, Planung und Weitblick.

Denkspiele zum Anklicken

Mit der Digitalisierung haben auch Denkspiele Einzug auf den Computer gehalten. Es gibt sie in Form von fest installierten Programmen oder meist kostenfreien Browsergames, wie sie etwa auf dieser Plattform zu finden sind. Ein gemeinsames Merkmal hochwertiger Denkspiele für den Computer ist, dass sich in den meisten Fällen der Schwierigkeitsgrad vom Anfang bis zum Ende erhöht und das Level gespeichert wird, das der Spieler zuletzt erreicht hat. Damit lässt sich ein sehr guter Trainingseffekt erzielen. Außerdem braucht es für viele Programme keine Mitspieler, was bei analogen Spielen nur selten möglich ist. Wer lieber mit anderen kommuniziert und sich einem Wettbewerb stellen will, hat aber auch in der Regel die Möglichkeit, einen Mehrspielermodus zu aktivieren. Um erfolgreich zu sein, wird Geschicklichkeit, Strategie, Schnelligkeit, Wissen oder Kreativität benötigt, meistens sogar in Kombination miteinander. Bekannte Online-Denkspiele sind Mahjong, Tetris, Sudoku-Varianten, Puzzle-Simulationen, diverse Kartenspiele und zahlreiche weitere phantasievolle Kreationen.

 

Bildrechte: Flickr mahjong Andrés Álvarez Iglesias CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

© Gmünder Tagespost 05.07.2017 11:47
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