Bürosport - wie halte ich mich fit und gesund

Bürosport - mit einfachen Übungen Verspannungen vorbeugen
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Wer viel sitzt, stirbt schneller - das Ergebnis einer amerikanischen Studie klingt morbid, regt jedoch zum Nachdenken an. Die Publikation "Associations of Accelerometer-Measured and Self-Reported Sedentary Time With Leukocyte Telomere Length in Older Women" erschien im Februar 2017. In ihr beweisen Aladdin H. Shadyab et al., dass lange Sitzzeiten bei älteren Frauen die Lebenserwartung beeinträchtigen. Für junge Menschen geht häufiges Sitzen ebenfalls mit körperlichen Beschwerden einher. Daher helfen unkomplizierte Übungen, den Büroalltag und die Muskulatur aufzulockern.

Bewegung hilft gegen das Versteifen des Körpers
Wenig Bewegung führt zu Übergewicht, schmerzenden Gliedern und einem Rückgang der Muskulatur. Das wissen zahlreiche Arbeitnehmer. Als neu erweist sich die Erkenntnis, dass langes Sitzen das Leben verkürzt. Aus evolutionärer Sicht eignet sich der menschliche Körper zum Laufen. Sitzen Bürokräfte täglich bis zu zehn Stunden am Schreibtisch, wirkt sich das auf ihr Gewicht aus. Zusätzlich führt die einseitige Haltung zu körperlichen Problemen, beispielsweise dem Rundrücken und Bandscheibenvorfällen. Die stetigen Muskel- und Gelenkschmerzen belasten das Gehirn, sodass dessen Zellen absterben. Schrumpft das Hirn, sinkt gleichzeitig die Lebenserwartung.

Für Menschen, die ihren Arbeitstag am Schreibtisch fristen, existieren jedoch Lichtblicke. Durch gelegentliches Aufstehen und einfache Übungen regen sie ihren Blutkreislauf an und verhindern Fehlhaltungen. Zu den unkomplizierten Trainingsbewegungen gehört das Schulterkreisen. In einer Arbeitspause stehen die Mitarbeiter auf und kreisen die Schultern vor, zurück und im Wechsel. Ausgebreitete Arme unterstützen die Übung. Dabei geben die Trainierenden jedoch acht, vorbeilaufende Bürokräfte nicht durch einen versehentlichen K.-o.-Schlag zu gefährden.

Die kreisenden Schulterbewegungen lockern die Nackenmuskulatur und beugen Krämpfen vor. Des Weiteren hilft es, den Kopf ebenfalls zu rollen. Zusätzlich profitieren die Bürosportler von einer besseren Durchblutung des Gehirns, welche die Kreativität anregt. Speziell ein schmerzender Rücken beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen. Um die Rückenmuskeln zu dehnen und Verspannungen zu vermeiden, strecken die Arbeitnehmer ihren Körper. Dafür nehmen sie eine stehende Haltung ein, erheben die Arme und spannen sämtliche Muskeln an. Die Übung funktioniert ebenfalls in Kombination mit Gewichten. Gorilla Sports bietet eine farbenfrohe Auswahl von Gymnastikhanteln, die problemlos in der Schreibtischschublade Platz finden.

Mit kurzen Bewegungsabläufen den Kreislauf ankurbeln
Gegen lähmende Schmerzen am Ende des Arbeitstags helfen kurze Bewegungspausen. Einmal in der Stunde verlassen die Mitarbeiter ihren Schreibtisch, laufen eine Runde durchs Büro oder steigen Treppenstufen hinauf und wieder herab. Drei bis fünf Kniebeugen oder das Berühren der Zehenspitzen mit den Fingern streckt ebenfalls die Wirbelsäule. Um steife Arme zu vermeiden, nehmen die Arbeitnehmer das "Äpfelpflücken" in Angriff. Bei der Übung stellen sie sich aufrecht auf eine freie Fläche. Den Kopf legen sie leicht in den Nacken und heben beide Arme. Abwechselnd greifen sie nach oben und bewegen den jeweiligen Arm anschließend Richtung Unterkörper.

Abschließende Tipps für Bürogymnastik im Sitzen
Während des Bürosports ständig aufzustehen, zieht unter Umständen seltsame Blicke der Kollegen nach sich. Dagegen helfen Sportübungen im Sitzen. Beispielsweise beugen sich die Arbeitnehmer in sitzender Position nach vorn und umfassen ihre Knöchel mit den Händen. Die Dehnübung für den Oberkörper geht schnell und zieht wenig Aufmerksamkeit auf sich.

© Gmünder Tagespost 05.09.2017 09:23
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