Betreuung darf nicht verringert werden

Zum Thema „Inklusion“, gemeinsamer Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern.
Inklusion in aller Munde - welch ein Fortschritt vom „unwerten Leben“ zur Anerkennung von Menschen mit Handicap.
Als die Lebenshilfe Aalen in den Jahren 1995 und 1997 im Kindergarten die beiden ersten Gruppen für Kinder mit und ohne Handicap einrichtete, wurde sie heftig gerügt, weil sie von einer Integrationsgruppe sprach. „Intensiv-Kooperationsgruppe“ musste es heißen. Von Anbeginn entstand aber, nicht zuletzt dank engagierter Mitarbeiterinnen, eine sehr erfolgreiche Inklusion.
Nur eine Angst habe ich: dass trotz lauter Euphorie über Inklusion, aus Geldmangel, die Menschen mit Behinderung das Nachsehen haben. Denn Förderung und Betreuung dürfen nicht verringert werden. Ingeborg Zirkel, Aalen,
ehemals Vorsitzende
der Lebenshilfe
© Gmünder Tagespost 11.09.2012 20:44
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