Es braucht eine Lobby für den Baumschutz

Zum Zeiselberg:

„Ich bin durch eine Umweltmeldung des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) am Freitag, 16. März, an die Stadt mitverantwortlich für die Diskussion um das mögliche Fällen der Rosskastanien am Zeiselberg, in der ich die Stadt zu einer schnellen Sanierung der geschädigten Wurzelbereiche aufgefordert habe, um die Bäume zu retten. Zu dem Vor-Ort Termin am Montag wurde ich ärgerlicherweise nicht eingeladen. Nach dem mutmaßlich nicht fachgerechten Fällen eines benachbarten Bergahorns und dem fahrlässigen Abgraben der Haltewurzeln der Kastanien steht nun die Summe von 40 000 Euro Sanierungskosten für die Baumgruppe im Raum. Meine Meinung: Diese Summe muss, wie in anderen Kommunen durchaus üblich, ganz oder teilweise den Verantwortlichen in Rechnung gestellt werden – aber das traut sich die Gmünder Verwaltung nicht. Meine Auffassung: Der schützenswerte alte Baumbestand wurde wie so oft durch ungenügende oder unterlassene Schutzmaßnahmen und das rücksichtlose Arbeiten von Baufirmen unter Zeitdruck in Gefahr gebracht – schließlich ist bald Remstalgartenschau und der Bau muss rechtzeitig fertig werden, da stehen alte Bäume nur im Weg. Die Zeit ist reif: Wir brauchen eine Lobby für den Baumschutz. Wer macht mit beim BUND Arbeitskreis? E-Mail an info@gruene13.de oder Telefon (07361) 5559773.“

© Gmünder Tagespost 30.03.2018 18:56
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Harald Seiz

Der Stadt Gmünd ist ein Schaden in Höhe von 40 000 Euro für die Sanierung der Wurzelbereiche entstanden. Ist eine Sanierung nicht mehr möglich, besteht der Schaden im Verlust der Bäume. So oder so: ein Vermögensschaden liegt vor.

Offensichtlich wurde der Schaden durch die Baufirma Eichele fahrlässig oder vorsätzlich verursacht. Wenn die Verwaltung auf Schadensersatz durch den Bauunternehmer verzichtet, wäre das ein klarer Fall von Haushaltsuntreue nach  § 266 StGB.

In diesem Fall sollte der BUND Strafantrag gegen den verantwortlichen Leiter der Verwaltung stellen, da OB Arnold seit langem die Interessen von Unternehmern und Investoren über das Interesse der gewöhnlichen Bürger am Erhalt einer lebenswerten Umwelt stellt und Steuergelder verschwendet.