Lesermeinung

Ich nehme Bezug auf... Radausfahrt aufs Härtsfeld: 50 Teilnehmer und ein klarer Favorit

Ich hatte als Radfahrer und als Fußgänger in der Schättere-Trasse niemals Probleme. Wenn ich jetzt wegen einer Gehbehinderung nur noch radfahren kann, dann darf ich die Schättere-Trasse nicht mehr benutzen. Auch möchte ich als gemäßigte Radlerin nicht die steilen Fahrradanstiege benutzen müssen. Damit würden meine Interessen ignoriert. Es gibt keinen Grund, die Schättere-Trasse für Radfahrer zu sperren. Es sei denn, wir Aalener sind Liebhaber von Reglements und Verboten. Oder von Menschen, die das Haar in der Suppe suchen. Beides sind wir nicht.

Die stark frequentierte Hauptstraße Heidelbergs hat nur ein tageszeitliches Teilverbot für Fahrradfahren und Autofahren, an Tageszeiten, wo ein Radfahrer durch die Fußgängerscharen ohnehin nicht durchkommt. In den ebenfalls stark frequentierten Nebenstraßen der Hauptstraße von Heidelberg ist Radfahren und Autofahren erlaubt. Es gibt teilweise Reglements, da diese Straßen auch täglich so frequentiert werden, wie unser Aalener Innenstadtbereich an Wochenmarkttagen.

Wenn unsere Schätteretrasse mal so frequentiert werden sollte, wie die Hauptstraße von Heidelberg, als längste Einkaufsstraße Europas, dann können wir über ein generelles Fahrverbot nachdenken. Alles andere ist kleinkariert gedacht. Wir wollen ein faires Miteinander für alle. Es wird Fußgängern auch nicht verboten, auf Fahrradwegen zu laufen. In Heidelberg funktioniert es. Das schaffen wir in Aalen auch: Die Interessen aller Bürger wahrzunehmen und nicht Verbotsschilder anzubringen.

© Gmünder Tagespost 02.04.2018 18:52
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Kommentare

Perer Schlaak

Hallo Frau Tavernini -Ott

Dass Sie trotz Gehbehinderung noch Fahrradfahren finde ich prima . Auf dem Wanderweg gibt es auch GEGBEHINDERTE , Ältere Personen , Familien , Kinder ,Kinderwagen , Hunde . Nicht alle sind alle wollen sich dauerndes Umschauen nach Radfahrern - sondern sich stressfrei, entspannt unterhalten. Dies war wie Sie schildern bis jetzt ohne große Probleme möglich. Durch die Freigabe für Radfahrer würde sich das aber schnell ändern. Die Unfallgefahr würde sicher sehr viel größer werden. Ist das für Sie kein Grund die Trasse wie seither als Wanderweg zu lassen ?

Ihr Vergleich von der Hauptstraße in Heidelberg mit Autofahrern und Radfahrern mit dem Wanderweg Hörtsfeldtrasse ist nicht nachvollziehbar.

Das faire Miteinander können Sie in den Fußgängerzonen der Städte beobachten. Da wird trotz Verbote ohne Klingelzeichen Slalom zwischen Fußgängern, Kindern durchgerast. Rote Ampeln überfahren usw. ... Leider ist der stetig wachsende Egoismus auch hier im Vormarsch.

Ja ! Die Städte sollten die Interessen aller Bürger wahrnehmen - aber nicht auf Kosten der schwächeren Verkehrsteilnehmer .

Für ein unfallfreies faires Miteinander

Peter Schlaak