Leserbeiträge

Keine Windkraft in den Glockenäckern ( P-GT vom 28.03.2018, Seite 20 )

Bei allen berechtigten Interessen der Anlieger, aber mal an diesem speziellen Fall gefragt:

Was wollen wir eigentlich?

a) Keine Kernkraftwerke - na klar, viel zu gefährlich.

b) Keine Kohlekraftwerke - na klar, die machen mit dem CO2 aus der Verbrennung die Klimaerwärmung.

c) Keine Pumpspeicherwerke - na klar, der wechselnde Wasserstand ist ja so schädlich für die Tiere.

d) Keine WKA - na klar, Lärm, Schattenwurf, Vogelschredder, Fledermauskiller und Verderber der schönen Aussicht.

e) Keine oberirdischen Stromtrassen - na klar, der Elektrosmog.

f) Keine unterirdischen Stromtrassen - na klar, viel zu teuer, lokale Erderwärmung.

 

Was wollen wir eigentlich?

a) Strom aus der Steckdose - na klar, 24-7, ohne Unterbrechung.

 

Und wie soll das gehen?

a) Wenn wir nachdenken, brauchen wir dafür 3 - 5 Mal so viele WKA, wie jetzt schon existieren!

b) Wenn wir nachdenken, brauchen wir einige Höchstspannungstrassen zwischen Nordsee und Alpen.

c) Oder wir kneifen die Augen zu, drücken ganz mächtig und stöhnen "ICH WILL ABER!"

© In my humble opinion 28.03.2018 21:59
2092 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben

Kommentare

derleguan

Kohle zu verbrennen hat tödliche Folgen. Riesige Kohlekraftwerke verschmutzen unsere Luft und unser Wasser. Die Betreiber machen Gewinne, während wir keuchen und husten. Dabei macht die Luftverschmutzung vor Landesgrenzen nicht halt. Deutschland ist der größte Verschmutzer in Europa und schickt Feinstaub und Stickoxide nach Frankreich. Wir dagegen atmen zusätzliche Abgase aus Polen und Tschechien ein. Der einzige Weg, Luftverschmutzung in Europa wirksam zu bekämpfen: Strikte Grenzwerte auf EU-Ebene festlegen und umsetzen. Wir haben jetzt die Chance, die EU zu sauberer Luft zu verpflichten. Die Europäische Kommission hat nach jahrelangen Verhandlungen endlich strikte Grenzwerte vorgeschlagen. Sie stellen die Kohleindustrie vor die Wahl: Entweder sie filtern die Abgase oder sie schließen ihre Kraftwerke.

Bevor die deutschen Energieversorger mit ihren Kernkraftwerken prächtig verdienten, musste der Steuerzahler deren Bau mit 100 Milliarden D-Mark subventionieren. In dem Moment, wo die Entscheidung fiel, dass Deutschland aus der Atomkraft aussteigt, wurden aus den einstigen Goldgräberaktien von RWE, EON, ENBW und Co. Ramschpapiere. Kein Anleger glaubt, dass diese Firmen den Rückbau der Anlagen jemals selbst finanzieren können, von der Endlagerung des radioaktiven Mülls ganz zu schweigen.
Atomstrom war, volkswirtschaftlich gesehen, niemals wirtschaftlich und wird es niemals sein. Außerdem deckt die weltweite Uranförderung nur noch zwei Drittel des Bedarfs, der Rest kommt aus der Wiederaufbereitung und abgerüsteten militärischen Beständen. Die Gefahr, die jedoch jahrtausende lang von dem strahlenden Müll ausgeht, die Kosten, die jahrtausendelang nötig sind um den Müll zu kontrollieren, machen diese Art der Energiegewinnung zum größten Unfug, den sich die Menschheit je erdacht hat.

In my humble opinion

derleguan schrieb am 29.03.2018 um 09:08

...

Mit Verlaub, die vorherrschende Windrichtung bei uns ist Südwest bis West, die Ostwinde sind deutlich seltener. Ihre Befürchtung, dass wir hier Polens Abgase einatmen, ist also nur an wenigen Tagen im Jahr berechtigt. ( Anmerkung: Deswegen wurde vielleicht die Messeinrichtung für die Abgase aus dem Lindenfirst-Abluftkamin auch bei der Weleda aufgestellt ... )

Und bei aller Anerkennung um Ihre Bemühungen, die Welt zu verbessern, was hat das alles mit unserer deutschen Mentalität ( die ich mit meinem Beitrag verspotten will ) zu tun:

"Wasch' mir den Pelz, aber mach' mich nicht nass!"

"Wie wäre es dann mit dry cleaning?"

"NEIN, chemische Reinigung will ich absolut nicht! Aber sauber sein soll es!"