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Niemand braucht noch einen Tegut-Supermarkt in Rehnenhof

Ein Tegut-Supermarkt in Rehnenhof ist, was die Bioproduktpalette angeht, die er anbietet für sich betrachtet sinnvoll. Bei dieser Wirtschaftsweise geht man davon aus, dass sie den Erzeugern eine finanzielle Lebensgrundlage gewährt, im Gegensatz zu Billigsupermarktketten.

Allerdings ist die Tegut-Ansiedelung an dieser Stelle zwischen REWE und LIDL unnötig wie ein Krebsgeschwür. Zumal es keine 5 km weiter am anderen Ende von Mutlangen auch schon unzählige Supermärkte von EDEKA bis dm bereits gibt.
Mit Lebensmitteln, die in Mutlangen, Rehnenhof im Überfluss vorhanden sind, wird der Markt durch Tegut in Zukunft weiter überschwemmt. Auf der anderen Seite wird ein immer knapper werdendes Gut, die unbebaute Fläche weiter durch Flächenverbrauch minimiert. Obwohl uns eigentlich klar sein müsste, dass unser Lebensraum begrenzt und nicht einfach so im nächsten Supermarkt nachzukaufen ist, forcieren Ortschafts- und Gemeinderäte Neuansiedelungen wie in Wirtschaftswunderzeiten vor 50 Jahren. Schon wieder fehlen hier ein paar Fußballfelder wegen Supermarktneubauten samt Parkplätzen, dort entstand ein neues Industriegebiet und woanders Bauland. Noch nie wurden so viele Bäume gefällt, Flächen planiert, trainiert, zugepflastert mit Beton oder Asphalt. Eine immer kleiner werdende Bevölkerung verbraucht immer mehr an Fläche. Wann werden wir und die verantwortlichen Politiker es endlich kapieren, dass es so nicht weitergehen kann, wir uns unseren eigenen Lebensraum zerstören?

Abgesehen davon wird sich die Tegut-Ansiedelung für kleinere Anbieter wie den momentan sehr florierenden Wochenmarkt in Rehnenhof, sowie den Dorfladen in Großdeinbach finanziell sehr belastend bis verheerend auswirken.

© derleguan 20.01.2018 12:22
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