Lesermeinung

Zu den Plänen am Remsstrand:

„Man erinnere sich: Das Forum wurde gebaut, die Stadtmauer dort restauriert, der Altersgenossenplatz angelegt mit Sitzbänken und von unten beleuchteten Bäumen. Dann wurde vor die schöne Stadtmauer ein hässlicher Kiosk gesetzt, Bänke und Baumbeleuchtung mit Sand zu geschüttet, damit die gs-Gastronomie dort eine Shisha-Bar eröffnen konnte, incl. Musikberieselung und manchmal [...] Live-Musik-Veranstaltungen. Zu Nutz und Frommen der gs-Gastronomie und des Herrn Sriskandarajah, aber zu Lasten der Anwohner. An den Altersgenossenplatz erinnert inzwischen eigentlich nur noch das Schild an der Betonwand, ansonsten: Tristesse. Dann gab es einmal den Remsstrand: den öffentlichen terrassenförmigen Zugang an die Rems, wo jedermann in Ruhe entspannen, Kinder spielen konnten, ein Glanzlicht im Remspark. Dort steht jetzt plötzlich auch ein hässlicher Kiosk, der größte Teil des Remsstrandes wird abgegrenzt – für wen wohl? Richtig! Für die gs-Gastronomie, sehr zu Nutz und Frommen, und wieder zu Lasten der Anwohner. ‘Events’ seien dort geplant zur Fußballweltmeisterschaft und einiges mehr. Jedenfalls gibt es die Lizenz zur Live-Übertragung der Fußballspiele incl. vorheriger Musikberieselung. Es ist schon eigenartig, in welcher Weise manche in Schwäbisch Gmünd bevorzugt werden, immer zu deren Nutzen und zu Lasten der Bewohner. Die Anwohner werden natürlich nicht befragt, vermutlich deshalb nicht, weil sie mit Sicherheit gegen diese Lärmbelästigung wären. Also frei zugänglicher Remsstrand ade, Fenster zu und durch, damit es der gs-Gastronomie richtig gut geht. Erholen können sich die Innenstadtbewohner dann ja wieder im Winter. Mein Tipp an die Verantwortlichen: Das Pfeifergäßle braucht ja auch niemand wirklich. Das könnte man doch auch noch absperren, um dort eine Tribüne für das El Mexicano zu errichten, denn dieses Lokal gehört auch zur gs-Gastronomie, die ja so dringend städtische Hilfe braucht.“

© Gmünder Tagespost 31.05.2018 19:42
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