Lesermeinung

Zu Ehrenamt und Parkgebühren:

Als Mitglied des Münsterchores, der an den kirchlichen Feiertagen den Gottesdienst bereichert, habe ich jährlich 37 Abendproben ab 20 Uhr und zehn Nachmittagsproben vor Aufführungen. Wie fast die Hälfte aller Chormitglieder wohne ich nicht in der Innenstadt und muss deshalb wegen schlechter Busanbindung mit dem Auto fahren und im Citycenter parken. Bisher bezahlten wir für das Parken nach 19 Uhr einen Euro, das heißt für 37 Abendproben 37 Euro und für zehn Nachmittagsproben à 3,50 Euro 35 Euro, jährlich 72 Euro.

Jetzt 2,50 Euro bei Einfahrt nach 19.45 Uhr mal 37 92,50 Euro plus zehn Mal 3,50 Euro 35 Euro, jährlich 127,50 Euro.

Die Zeit zwischen 19 und 20 Uhr wurde oft für Einkäufe genutzt, die jetzt zum Nachteil der Händler entfallen, denn dann muss man pro Abend 3,50 Euro bezahlen, das würde den jährlichen Betrag auf 164,50 Euro erhöhen.

Wenn die Stadt auch im Hinblick auf die Remstal-Gartenschau möglichst viele Mitarbeiter im Ehrenamt möchte, dann genügt nicht ein Dankeschön und einmal im Jahr ein Essen, dann müssen Busfahrten und Parken kostenlos sein.

© Gmünder Tagespost 29.04.2018 21:46
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Kommentare

derleguan

Schwäbisch Gmünd suggeriert das Problem "Auto parken" lösen zu können. Bei dieser Flut von Privat PKW, die über die Stadt hereinbrechen kann sie das aber nie. Zusätzlich werden noch Energien auf Parkchips und Parkmodalitäten vergeudet, die bei einer Fahrrad und Fußgängerfreundlicheren Stadt viel effektiver angebracht wären. Das Auto müsste vor der Stadt ohne großen Aufwand und Kosten geparkt werden können.

In my humble opinion

derleguan schrieb am 30.04.2018 um 10:58

...die bei einer Fahrrad und Fußgängerfreundlicheren Stadt viel effektiver angebracht wären. Das Auto müsste vor der Stadt ohne großen Aufwand und Kosten geparkt werden können.

Aha, und dann laufe ich per pedes von 'vor der Stadt' bis in die Stadt - oder woher kommt das Fahrrad? Und sicher scheint immer die Sonne ...

Strampeln Sie weiter auf dem Strampeldingsbums ...

derleguan

"Strampeln Sie weiter auf dem Strampeldingsbums ..."

...so so, In my humble opinion hat sich geoutet. Erstens ist er anscheinend auch in diesem "Katzenmusikdingsbums", zweitens kann er das Wort Fahrrad nicht ausschreiben und hat vielleicht auch ansonsten keine Ahnung von diesem Fortbewegungsmittel und drittens sollte er lieber zuhause Karoke singen, wenn er sich außer in seiner Benzin- oder Dieseldreckschleuder nicht fortbewegen kann. Denn zuguterletzt gehe ich jetzt auch einfach einmal davon aus, dass der Gott, den er da jeden Sonntag lobsinget und preiset auch ihn mit 2 gesunden Beinen ausgestattet hat. (Sollte dies ausnahmsweise nicht so sein, entschuldige ich mich gleich in aller Form)

In my humble opinion

derleguan schrieb am 01.05.2018 um 10:44    ... irgendwas ...

Ich werde hier nicht weiter ausführen, warum ich 'Strampeldingsbums' geschrieben habe, denn das erfordert beim Nachvollziehen des Gedankens einige zusammenhängende, logische Überlegungen, die ich - ob mit oder ohne gesunde Beine - dank eines anderen Organs zustande bringen kann.

derleguan

.... um ein funktionierendes Zusammenleben, vor allem in mittleren und großen Städten in Zukunft zu Gewährleisten, müssten sich wesentlich mehr Leute dieses von In my humble opinion angesprochenen Organs besinnen. Sie sollten sich mit dem Beförderungsmittel Fahrrad (von einigen ignorant als "Strampeldingsbums" abgetan) beschäftigen, als ausschließlich auf den (von einigen als noch nicht so erkannten) Dinosaurier Auto, PKW zu setzen - von Kindern auch richtigerweise "Brum-brum" genannt - stinkt kracht und raucht.

In my humble opinion

derleguan schrieb am 02.05.2018 um 07:30

.... um ein funktionierendes Zusammenleben, vor allem in mittleren und großen Städten in Zukunft zu Gewährleisten, ...

Und gerade deshalb hat eingleisiges Denken ( >Sie sollten sich mit dem Beförderungsmittel ...< ) noch nie geholfen.

Frieder Kohler

derleguan schrieb am 02.05.2018 um 07:30

.... um ein funktionierendes Zusammenleben, vor allem in mittleren und großen Städten in Zukunft zu Gewährleisten, müssten sich wesentlich mehr Leute dieses von In my humble opinion angesprochenen Organs besinnen. Sie sollten sich mit dem Beförderungsmittel Fahrrad (von einigen ignorant als "Strampeldingsbums" abgetan) beschäftigen, als ausschließlich auf den (von einigen als noch nicht so erkannten) Dinosaurier Auto, PKW zu setzen - von Kindern auch richtigerweise "Brum-brum" genannt - stinkt kracht und raucht.

Für "Stadt und Land" geeignete Denkanstösssse aus www.radiobremen.de/bremenvier/programm/themen/fahrrad-vs-auto-100.html  ( 9 Sterne!)

In my humble opinion

Frieder Kohler schrieb am 08.05.2018 um 11:30

Für "Stadt und Land" geeignete Denkanstösssse aus www.radiobremen.de/bremenvier/programm/themen/fahrrad-vs-auto-100.html  ( 9 Sterne!)

Netter Versuch, aber die doch beschränkte Betrachtung von existierenden Verkehrsmitteln - in diesem Fall Auto vs. Fahrrad - führt letztendlich nicht viel weiter.

Warum 'erfinden' wir nicht E-Roller mit zwei, drei oder vier Rädern, mit Dach, mit Stauraum, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 59 km/h, dann hätten wir Mobilität, dann brauchten wir nicht über die Aufteilung des knappen Verkehrsraums nachzudenken, dann fielen viele Unfallmöglichkeiten weg - kurz, wir hätten mancherlei Vorteile. Aus diesen Gründen kann ich das geradezu religiös anmutende Bestehen auf zwei Pedalen zum Strampeln nicht nachvollziehen.

tsh

In my humble opinion schrieb am 08.05.2018 um 13:26
Netter Versuch, aber die doch beschränkte Betrachtung von existierenden Verkehrsmitteln - in diesem Fall Auto vs. Fahrrad - führt letztendlich nicht viel weiter.

Warum 'erfinden' wir nicht E-Roller mit zwei, drei oder vier Rädern, mit Dach, mit Stauraum, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 59 km/h...

Netter Versuch, aber wenn schon etwas "erfinden", warum dann nicht etwas was es nicht schon gibt? E-Roller mit 4 Rädern, Dach, Stauraum und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 bzw. 80 km/h je nach Modell gibt es bereits seit 2011 in Serie. Die Höchstgeschwindigkeiten sind hierbei der derzeitigen Gesetzeslage angepasst und können natürlich auch auf 50 oder 59 oder 66 km/h (oder jeden anderen Wert) begrenzt werden. Bei Preisen ab ca. 8 T€, laufenden jährlichen Batteriekosten von 600-1000€ PLUS den zusätzlichen Kosten (Strom, Wartungen, TÜV,...) sind eben sowohl das klassische Fahrrad als auch die e-unterstützte Variante deutlich günstiger (und gesünder).

Die "breite Akzeptanz" (Vorsicht, Ironie!) dieser Systeme zeigt doch, dass die "Elektromobilität" in der jetzigen, batteriegespeisten Version eine teure, nicht massentaugliche Nischenlösung ist. Dabei gibt es zum fossilen Benzin durchaus sinnvolle Alternativen. Methan ("Erdgas") aus der Umwandlung von solar oder per Windkraft erzeugtem Strom könnte nicht nur Fahrzeuge antreiben, sondern auch Häuser beheizen, Warmwasser erzeugen,... Der Wirkungsgrad ist bereits bei ca. 75%, grundsätzlich besteht die ganze Infrastruktur und das Tanken geht auch schneller.... ;-) Da bei der Herstellung das CO2 verbraucht wird, das beim "Verbrennen" (oder in der elektrolytischen Zelle) wieder entsteht, ist diese Lösung so gesehen klimaneutral.