Lesermeinung

Zu Kommentar und Lesermeinung, ob Wölfe gejagt werden sollen:

Herr Busens hat nach meiner Meinung völlig recht mit seiner kritischen Haltung. Muss es erst soweit kommen wie mit den Wildschweinen? Hier tragen die Schäden zum großen Teil die Landwirte und Jäger. Ein Regulieren der Tierzahlen ist hier fast nicht mehr möglich. Hilfen sind beim Wolf zwar angedacht, aber Ausführen der Maßnahmen und die Konsequenzen trägt alleine der Landwirt bzw. Schafhalter.
Es gibt bereits Tierhalter die in Ostdeutschland die Mutterkuhhaltung wegen der Wolfsrissen der Kälber aufgegeben haben. In Ihrer Grafik zeigen Sie sehr schön, wie die Anzahl der Welpen von 2012/2013 bis 2016/2017 mehr als verdreifachen. Wenn dieses Tempo der Fortpflanzung so weiter geht, wird die Anzahl der Wölfe in Deutschland rasant steigen. Ebenso wird auch die Entschädigungssumme rasant steigen. Woher soll eigentlich das Geld für die Entschädigung dauerhaft kommen? Wird es langfristig nicht so sein, dass gewisse Standards bei der Vorsorge eingeführt werden die der Tierhalter erfüllen muss, um überhaupt eine Entschädigung zu erhalten oder der Fördertopf leer ist, wenn die eingeplanten Mittel aufgebraucht sind? Des weiteren sehe ich aber auch die Gefahr, dass zum Beispiel Hasen und auch andere Tiere noch weiter im Bestand dezimiert werden bis diese ausgerottet werden. Ist dies gewollt? Die Befürworter sollten sich mal Gedanken machen, was passiert, wenn in 20 oder 30 Jahren die Population so zugenommen hat, dass man der Menge an Wölfen nicht mehr Herr wird. Sie werden genauso wie die Wildschweine in die Städte und Dörfer kommen und für Probleme sorgen. Die Suppe auslöffeln dürfen dann andere. Meiner Meinung nach gehören die Wölfe nicht in die besiedelten Gebiete. Die Bestände gehören Zeitnah reguliert bevor es zu spät ist.

© Gmünder Tagespost 09.02.2018 20:51
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