Lesermeinung

Zu Projekten für die Remstal-Gartenschau:

Seit der Beschluss gefasst wurde für die Teilnahme an der Remstalgartenschau, könnte man meinen, dass ein Wettstreit ausgerufen wurde, welche Gemeinde das kostenintensivste Projekt umgesetzt hat bis 2019.

Es steht außer Frage aufgrund dieser Veranstaltung, die Ärmel hochkrempeln und sich ins Zeug zu legen. Aber sind Wasserspielplatz, der Teich im Schlosspark und der Brückenklotz im Steinbruch der Grundelhalde nachhaltige Ideen oder eine Besonderheit für den Ort? Ich denke, nein. Vor allem ist es etwas komisch, dass all diese Projekte kurz vor der Beschlussfassung oder bei der Umsetzung die veranschlagten Kosten weit übersteigen. Schade ist es, dass das Kontrollorgan es nicht schafft, sich gegen solche Kostenüberschreitungen zu entscheiden, um einen sorgsamen Umgang mit den Geldern der öffentlichen Hand zu gewährleisten.

Meine Nachricht an die Verwaltung und den Rat ist: Die Besonderheiten unserer Gemeinde bestehen aus Remsursprung (den nur wir haben) und der natürlichen Schönheit des Schwäbischen Albtraufs – und nicht aus den kostenintensiven Projekten, die umgesetzt werden, um die meisten Besucher für die Statistik einzufahren. Die Dinge, die Essingen wirklich schön machen, gibt es schon lange und hat uns der Herrgott sogar geschenkt.

© Gmünder Tagespost 06.12.2018 18:58
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