Lesermeinung

Zum Artikel „Stadt hält an Parktarifen fest“ vom 23. April:

„Die Tarife in den Parkhäusern Gmünds bleiben so, wie sie derzeit sind, stellt Stadtsprecher Markus Herrmann fest (‘basta’, hätte er noch hinzufügen sollen), denn es seien nur vereinzelt Rückmeldungen gekommen und noch weniger Reaktionen habe es auf den veränderten Nachttarif gegeben. Das heißt wohl: Man müsste einen ‘shitstorm’ entfachen oder eine Bürgerinitiative gründen (das kommt ja in letzter Zeit immer häufiger vor), um gehört zu werden. Reichen stichhaltige Argumente im Sinne der Mitglieder fast aller innerstädtischen Vereine nicht aus, um die Verantwortlichen zu einem Überdenken des Tarifsystems zu bewegen? Und noch eine Frage: Der Stadtsprecher sagt: ‘Wir können die Tarife nicht nach der Motivationslage des Parkenden gestalten.’ Nach welchen Gesichtspunkten dann? Für wen und wozu gibt es denn Parkhäuser? Die Äußerungen des Stadtsprechers zu den Parktarifen sind ein schönes Beispiel für die vielbeschworene Bürgernähe.

© Gmünder Tagespost 24.04.2018 19:56
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Kommentare

derleguan

Sie haben das Problem ganz richtig erkannt. Ich möchte es noch deutlicher formulieren: Der Stadtsprecher suggeriert das Problem "Auto parken" lösen zu können. Bei dieser Flut von Privat PKW, neuerdings fette SUV, die wie eine Flutwelle über die Stadt hereinbrechen, kann sie das aber nie. Zusätzlich werden noch Energien auf Parkchips und Parkmodalitäten vergeudet, die bei einer fahrrad- und fußgängerfreundlicheren Stadt viel effektiver angebracht wären.

Lassen Sie ihr eigenes Auto zu Hause stehen, wenn Sie nach Schwäbisch Gmünd wollen. Fahren Sie mit dem Bus, dem Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß nach Gmünd! Wenn Sie schwere Sachen wie Sprudelkisten kaufen, dann suchen Sie sich einen Laden in der Nähe, den Sie mit dem Auto erreichen können! Das ist der einzige Weg, der in die richtige Richtung führt. Wenn das alle machen, könnte die Stadtverwaltung die Stadt auch fahrrad- und fußgängerfreundlicher gestalten.