Lesermeinung

Zum geplanten Abbau von Servicezeiten am Aalener Hauptbahnhof:

Der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack behauptet in diesem Presseartikel, dass die Öffnungszeiten des Reisezentrums nicht gekürzt werden. Das ist richtig. Aber darum geht es auch gar nicht. Die Bahn betreibt am Aalener Hauptbahnhof einen DB-Service. Das sind die Mitarbeiter in dunkelblauer Berufskleidung und einer roten Mütze. Sie sind auf den Bahnsteigen unterwegs, helfen Bahnnutzern am Fahrkartenautomaten, schreiben Bescheinigungen bei Zugverspätungen aus, nehmen am Zug Fundsachen von den Zugbegleitern entgegen und geben Verspätungen und Gleisänderungen in den PC ein, damit die Fahrgäste an den Anzeigen auf den verschiedenen Bahnsteigen die wichtigen Infos bekommen.

Ihre bloße Anwesenheit führt zu mehr Sicherheit und Sauberkeit auf den Bahnsteigen und am Bahnhof. Darüber hinaus sind sie für die Mobilität für Menschen mit Behinderung unerlässlich. Denn den Hublift für die Rollstuhlfahrer darf nur das Service-Personal bedienen.

Auch wenn Go-Ahead ab 2019 die Strecke befährt und deren Züge bei einer Bahnsteighöhe von 55 cm barrierefrei sind, benötigen die Rollstuhlfahrer auch weiterhin Hilfe beim Ein- und Aussteigen in den IC. Für jeden Zug, der am Hauptbahnhof Aalen hält, muss der Zugbetreiber Geld bezahlen. Davon wird, soweit ich weiß, der Unterhalt des Bahnhofs und des Bahn-Services bezahlt. Somit ist es egal, welcher Anbieter auf der Strecke fährt. Bisher gibt es diesen Bahn-Service zum Beispiel an den Wochentagen von 6.15 Uhr bis 21.15 Uhr. Dieser soll ab 1. April auf 7.45 bis 18 Uhr gekürzt werden. Auch am Wochenende soll der DB-Service stark eingespart werden. Es wäre toll, wenn sich der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack richtig informieren würde, um sich dann dafür einzusetzen, die Kürzung des Bahn-Services zu verhindern.

© Gmünder Tagespost 21.03.2018 17:05
265 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.